Interview zum Welt-Alzheimertag mit Ronald Sommerfeld

Ronald Sommerfeld.

Seit 1994 findet am 21. September jährlich der Welt-Alzheimertag statt. Das Gedächtnis von Menschen über 60 Jahren wird oft schlechter: Ist das ein Anzeichen für eine beginnende Demenz-Erkrankung? Ronald Sommerfeld, Direktor des Kursana Domizils Berlin-Marzahn, gibt Auskunft.

Wann kann man von Altersvergesslichkeit sprechen?

Ronald Sommerfeld: Im Alter ist ein gewisses Maß an Vergesslichkeit normal. Oft helfen schon konzentriertes Innehalten oder Erinnerungsstützen dagegen.

Gibt es Anzeichen, die auf beginnende Demenz hinweisen?

Ronald Sommerfeld: Wenn die Vergesslichkeit bleibt und schlimmer wird. Bereiche des Gedächtnisses können nicht mehr abgerufen werden. An Demenz Erkrankte können sich in vertrauter Umgebung nicht mehr orientieren. Man beobachtet zudem abrupte Stimmungsschwankungen.

Was ist dann zu tun?

Ronald Sommerfeld: Eine frühe Diagnose ist wichtig. So können einige Arzneistoffe wie Beruhigungs- und Schlafmittel, aber auch Vitaminmangel, Depressionen oder Schilddrüsenerkrankungen Demenz-Symptome hervorrufen. Ein Arzt kann mit standardisierten Fragen feststellen, ob es sich um Vergesslichkeit handelt oder um eine Demenzerkrankung. Manche Demenzformen sind heilbar. Ist es eine organisch bedingte Demenz, können moderne Therapien den Fortschritt der Krankheit verzögern.


PR-Redaktion / P.R.
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