Investor erwarb das Gelände an der Allee der Kosmonauten

Inge Kuckuck beobachtet den Verfall des Geschäftslebens am Angerpark mit Entsetzen. (Foto: hari)

Marzahn. Das Zentrum am Anger leidet unter Leerstand. Mit einem neuen Besitzer gibt es Hoffnung auf Veränderungen. "Der Optiker ist weg und auch eine Drogerie gibt es nicht mehr", klagt Inge Kuckuck, eine Rentnerin aus der Bärensteinstraße. "Kürzlich hat auch Lidl zugemacht."

Der Niedergang des Nahversorgungszentrums an der Allee der Kosmonauten gegenüber Alt-Marzahn schreitet also weiter fort. "Auch die Arztpraxen sind zum größten Teil geschlossen", nennt sie weitere Beispiele. Stattdessen zögen Gaststätten ein und seit einem Vierteljahr gäbe es eine Spielhalle. Das Gebiet wird in den Dokumenten des Bezirksamtes als "Nahversorgungszentrum am Anger" bezeichnet. Die Allee der Kosmonauten bildet allerdings eine beachtliche Barriere zu dem alten Angerdorf Marzahn.

Ursprünglich gab es seit den 80er-Jahren nur eine Kaufhalle. Kaiser’s zog nach der Wende ein, hat aber inzwischen direkt an der Allee der Kosmonauten neu gebaut. Seither steht die Halle leer. Der alltägliche Einkauf ist dadurch kein Problem, gesteht Inge Kuckuck. "Wenn man aber etwas anderes braucht, ob Waren oder Dienstleistungen, hat man ein Problem, besonders wenn man älter ist."

Gerade für solche Bedürfnisse war der zweigeschossige, zweiteilige Betonblock vorgesehen, der in den 90er-Jahren als eigentliches Zentrum zwischen Allee der Kosmonauten und Bärensteinstraße gebaut wurde. Dieses Zentrum "Am Angerpark" weist inzwischen erhebliche Leerstände auf. Viele Anwohner finden die Geschäfte nicht attraktiv genug.

Eigentlich könnte das Zentrum am Angerpark ein Anziehungspunkt sein. Südlich davon liegt ein kleiner Park mit dem Bäckerpfuhl.

"Bisher sahen wir kaum Entwicklungschancen. Das hat sich jetzt aber geändert", sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Vor wenigen Wochen erst hat ein Investor das gesamte Gelände gekauft, einschließlich der leer stehenden Kaufhalle.

Mit einer Entwicklung der Fläche "aus einer Hand" ergäben sich neue Perspektiven. Bisher habe es noch keine Gespräche mit dem Investor gegeben.

Gräff geht aber davon aus, dass auf der großen Fläche "etwas Vernünftiges" gebaut wird. Hierfür würde das Bezirksamt jede Unterstützung anbieten.


Harald Ritter / hari
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