Park am Pflegeheim wurde vor 30 Jahren angelegt

Kursana-Domizil Direktor Ronald Sommerfeld bringt die Namensschilder an die Bäume an, die Fritz Wieske (mit Basecap) vor 30 Jahren gepflanzt hat. (Foto: KT)

Marzahn. Für die Bewohner im Kursana Domizil Marzahn war es ein feierlicher Moment. Mit einem Gläschen Sekt stießen sie am 3. Juni auf die Namensschilder an den Bäumen in ihrem kleinen Park hinter dem Pflegeheim an der Märkischen Allee an.

Fritz Wieske (95) war ganz gerührt, als Direktor Ronald Sommerfeld das erste Namensschild für einen Trompetenbaum anbrachte. Der 95-Jährige und seine Frau gehören zu den ersten Bewohnern des Heims und Fritz Wieske legte vor 30 Jahren den Grundstock für den heute idyllischen Park. Dort können die Bewohner spazieren gehen oder in der Sonne entspannen und sich beim Spaziergang durch den Park nun auch über die Bäume informieren.

Das Heim an der Märkischen Spitze wurde im November 1978 als zweites Feierabendheim in Marzahn eröffnet. Als die ersten Bewohner einzogen, gab es hinter dem Haus nur eine Sandwüste. "Wir hatten keinen Baum und keinen Strauch hier", erinnert sich Fritz Wieske. Er und seine Frau kamen auf die Idee, seltene Bäume zu pflanzen und einen kleinen Garten anzulegen. Er wollte es so schön haben wie in seiner brandenburgischen Heimat, die er verlassen hatte, um den Lebensabend in Marzahn zu verbringen.

Den kleinen Garten gibt es nicht mehr, aber die Bäume. Und sie sind inzwischen groß geworden. Fritz Wieske kann heute die Früchte seiner Arbeit bewundern. Denn so mancher Besucher im Kursana Domizil staunt nicht schlecht über die 14 seltenen Bäume im Park. Dazu gehören der Ginko-Baum, die Japanische Blütenkirsche und eine Koreatanne. "Hier standen auch noch viele große Pappeln", erklärt Ronald Sommerfeld. Die wurden schrittweise gefällt, sodass sich die Bäume im Park richtig entfalten konnten.

Vor zwei Jahren schließlich fragte Heimbewohnerin Eveline Krüger bei der Leitung an, ob nicht jeder Baum ein Namensschild bekommen könne. Die Kreuzberger Fotografin und Architektin Anke Jungbluth wurde mit der Aufgabe betraut. Die Künstlerin hat vor einem Jahr eine Ausstellung im Domizil gestaltet und war von der Idee begeistert. Anke Jungbluth hat für jeden Baum ein Namensschild entworfen, auf dem neben dem deutschen und lateinischen Namen auch die Blüten und Früchte zu sehen sind.


Klaus Tessmann / KT
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.