Polizei fordert Bürger zu mehr Wachsamkeit in der Nachbarschaft auf

Die Polizei kann nach einem Einbruch zunächst nur die Spuren sichern, um weiter zu ermitteln. (Foto: Polizei)

Marzahn-Hellersdorf. Einbrecher sind in der dunklen Jahreszeit besonders aktiv. Im Visier haben sie vor allem die Einfamilienhäuser in den Siedlungsgebieten. Während die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt, wird immer öfter in Einfamilienhäuser eingebrochen. Die Siedlungsgebiete werden dabei immer mehr von Einbrecherbanden heimgesucht.

Dies belegt die Berliner Kriminalstatistik. Von Januar bis September 2013 wurde danach insgesamt 6064 mal in Berliner Wohnungen eingebrochen. Das sind 10,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser stieg dagegen in dem Zeitraum auf 1572 um 43 Fälle an, also um 2,8 Prozent.

Die Einbrecher haben es besonders auf Bargeld, Schmuck und teure, tragbare Elektronikgeräte abgesehen. Sie kundschaften vor den Einbrüchen die Möglichkeit, Beute zu machen, und die betreffenden Häuser sowie deren Umfeld sorgfältig aus.

Als Reaktion verstärkt die Polizei ihre Aufklärungsarbeit. Sie gibt im Internet auf www.polizei-beratung.de Tipps zum Schutz vor Einbrüchen. Die Polizeidirektion 6, deren Verantwortungsbereich von Hohenschönhausen bis nach Köpenick reicht, lädt sogar Opfer von Einbrüchen direkt zu Informationsveranstaltungen ein. "Wir hoffen, dass auf dieses Weise Betrofffene ihre Verwandten, Bekannten und Nachbarn mitbringen", erklärt die Präventionsbeauftragte der Direktion 6, Alexandra Nerger.

Die Präventionsbeauftragte wirbt vor allem um erhöhte Aufmerksamkeit auch für Grundstücke der Nachbarn. Ein Unbekannter auf einem Grundstück oder längere Zeit in dessen Nähe könne schon ein Hinweis auf einen beabsichtigen Einbruch sein. Genauso könne ein unbekanntes Auto, das längere Zeit in einer Anwohnerstraße steht oder dort herumfährt, ein Warnindiz sein.

Die Polizei bittet daher die Bewohner der Siedlungsgebiete, die Augen offen zu halten und schon bei einem Verdacht, die 110 anzurufen. "Die Bürger sollten sich auf keinen Fall scheuen uns anzurufen", sagt Alexandra Nerger. Die Mithilfe der Bevölkerung sei unverzichtbar. Da nähme man es die Polizei gerne auch mal in Kauf wegen eines Fehlalarms unterwegs zu sein.


Harald Ritter / hari
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