Schüler sollen verstärkt in Betrieben Praktika machen

Marzahn-Hellersdorf. Schüler aus den Sekundarschulen werden ab Schuljahresbeginn verstärkt Praktika in Unternehmen machen. Ziel ist es, bis 2016 die Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk völlig abzubauen.

In der ersten Hälfte dieses Jahres ist das Modellprojekt "Arbeit und Ausbildung" im Bezirk angelaufen. Dabei stand das sogenannte Coaching an den Sekundarschulen im Bezirk im Vordergrund. Betreuer filterten im Rahmen von Gesprächen mit Schülern die Problemfälle heraus, die besondere Unterstützung benötigen. In der zweiten Jahreshälfte rückt die Vermittlung von Schülern in Unternehmen für Praktika in den Vordergrund. Das Bezirksamt hat MatchPoints gebildet, die als Vermittlungsstelle zwischen Schülern und Betrieben dienen. Mit Unterstützung des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises wurde eine Übersicht über Praktikaplätze im Bezirk geschaffen.

An den ersten Coachings nahmen mehr als 500 Schüler der achten und neunten Klassen teil. Knapp 200 von ihnen werden weiter begleitet, durch Beratung und Vermittlung von Praktika. Bei der Vermittlung von Plätzen arbeiten MatchPoint und die Schülercoaches eng zusammen.

"Wir haben eine Übersicht erarbeitet, welche Art von Praktika die Schüler wünschen", sagt Andrea Margitics, Berufswahlcoach in der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule. An vorderster Stelle stehen dabei Praktika in sozialen und Gesundheitsberufen. Aber auch Praktika in kaufmännischen und traditionellen Handwerksberufen sind stark nachgefragt.

Insgesamt 36 Arbeitgeber bieten 64 Schülerpraktikantenplätze an. Das Angebot umfasst neben den vielfach gewünschten Gesundheits- und sozialen Berufen die Arbeit bei Versicherungen und im Gartenbau. Aber auch Plätze im Friseurhandwerk und in der Gastronomie gibt es. Großunternehmen wie das Unfallkrankenhaus oder die Knorr-Bremse sind Partner im Projekt. Bei den Anbietern von Praktikumsplätzen sind soziale Einrichtungen und Vereine besonders stark vertreten.

"Ich hoffe, dass wir noch mehr Unternehmen, insbesondere auch kleine Unternehmen der Privatwirtschaft, als Partner gewinnen können", sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD).


Harald Ritter / hari
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