Senat ehrt langjährige Leiterin der Sozialkommission 18 mit der Ehrennadel

Regine Laasch hat in einer Sozialkommission vielen älteren Menschen geholfen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Der Senat hat Regine Laasch mit der Ehrennadel für besonderes soziales Engagement ausgezeichnet. Die Geehrte arbeitet seit über 20 Jahren in einer Sozialkommission des Bezirks.

"Das ist eine feine Sache", sagt Regine Laasch (88). Die neue, golden leuchtende Ehrennadel des Senates hat sie an ihre rote Jacke angebracht. "Aber nur fürs Foto", ergänzt sie. So etwas trägt man nicht alle Tage. Regine Laasch ist stolz auf die Ehrennadel. Doch um die Auszeichnung selbst möchte sie eigentlich nicht viel Aufhebens machen. "Wirklich wichtig sind die über 20 Ja in bisschen etwas für andere alte Menschen tun konnte", fährt sie fort.

Der Berliner Senat verleiht die Ehrenamtsnadel seit 2006 jedes Jahr zweimal an Menschen, die sich durch mindestens zehnjährige, freiwillige Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und Initiativen oder bei der Betreuung und Begleitung von Personen besondere Verdienste erworben haben.

Regine Laasch war schon selbst in Rente, als sie sich 1991 beim Sozialamt in Hellersdorf meldete. "Kann ich irgendwas ehrenamtlich machen?" fragte sie geradeheraus. Und schon begann ihr Dienst. Denn für die sich noch im Aufbau befindenden Sozialkommissionen des Bezirksamtes wurden dringend Freiwillige gesucht.

In Marzahn-Hellersdorf gibt es gegenwärtig 35 solcher Kommissionen. Ihre Mitglieder besuchen im Auftrage des Bezirksamtes ältere Menschen ab 80 zu jedem fünften Geburtstag. Ab dem 90.Geburtstag findet ein solcher Besuch jedes Jahr statt.

Seit 1991 macht Regine Laasch jeden Monat durchschnittlich drei solcher Besuche. Sie gratuliert nicht nur, sondern fragt auch nach, wie es dem Senior oder Seniorin geht. Dabei wird sich auch mit ihnen über ihre Probleme unterhalten und anschließend Hilfen vermittelt, wo das notwendig erscheint. Oft blieb es nicht bei dem Besuch. Sie wurde gleich auch noch zu der meist sich am Mittag oder Nachmittag anschließenden Geburtstagsfeier im Kreis der Familie und Bekannten eingeladen.

Während der zurückliegenden Jahrzehnte zog Regina Laasch mehrfach um. Zuletzt bezog sie eine Wohnung in Marzahn. Ihrem Kiez in Hellersdorf blieb sie als Kommissionsmitglied aber treu.

Bis April leitete Regine Laasch sogar noch ihre Sozialkommission 18. Wegen eines Schlaganfalls trat sie aber zurück, macht aber als Mitglied weiter.


Harald Ritter / hari
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