Sozialsenator Mario Czaja verteilt Vorlesekoffer

Daniel, Diana, Erik und Doan (v.l.n.r.) von der Kita "Kiek mal" erkunden neugierig den Inhalt des Lesekoffers. (Foto: hari)

Marzahn. Die Kita "Kiek mal" bekam als erster Berliner Kita den Vorlesekoffer der Deutschen Bahn AG. Die darin enthaltene Literatur soll die Leselust wecken und das Sprechen fördern.

Der neue Lesekoffer der Deutschen Bahn AG heißt "Alle Kinder dieser Welt". Er enthält neun Bücher, in denen Geschichten aus dem gemeinsamen Alltag deutscher Kinder und von Kindern mit Migrationshintergrund erzählt werden. 2300 dieser Lesekoffer sind in diesen Wochen an alle Berliner Kitas verteilt worden. Die ersten Koffer nahm am Montag, 13. Mai, die Kita "Kiek mal" in der Rosenbecker Straße 25/27 in Empfang. Die Kita ist im Rahmen eines bundesweiten Projekts Konsultationseinrichtung für andere Kitas zur altersgerechten Sprachförderung.

Viele Kinder dieser Kita haben einen Migrationshintergrund und Eltern, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Marzahn kamen, oder Eltern, die aus Vietnam kommen. "Es gibt aber auch Kinder ohne Migrationshintergrund, die Sprachförderbedarf haben und eine Förderung brauchen", sagt Kita-Leiterin Anke Ulbricht.

Die mit den Koffern gelieferte Literatur erzählt Geschichten, in denen Kinder unterschiedlicher kultureller Herkunft gemeinsam etwas erleben. "Solche Geschichten sprechen die Kinder an und wir können sie beim Vorlesen begeistern, über diese Geschichten zu sprechen", erläutert Ulbricht. Die Geschichten können in der Kita auch Anlass sein, über andere Länder zu sprechen, deren Bräuche und das Leben der Menschen dort. Schließlich lieferten sie Anregungen, im Kitaalltag zu basteln oder Feste zu feiern, wie man sie aus anderen Ländern kennt.

Gast bei der feierlichen Übergabe der Vorlesekoffer war Sozialsenator Mario Czaja (CDU). "Es freut mich ganz besonders, dass die ersten Vorlesekoffer an eine Kita in meinem Heimatbezirk gehen", sagt er. Czaja weihte die Koffer mit einer kleinen Vorlesestunde ein, die von den Kindern begeistert aufgenommen wurde. "Der Weg zum gemeinsamen Verstehen, führt über die Sprache", hob der Senator hervor.


Harald Ritter / hari
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