Stadtrat kann jetzt mit dem Bauvorhaben von Rewe leben

Projektentwickler Harry Schleef hat die Pläne für die beiden Märkte auf dem Grundstück an der Märkischen Allee erarbeitet. (Foto: hari)

Marzahn. Der Druck auf das Stadtentwicklungsamt wächst, einen Rewe-Einkaufsmarkt an der Trusetaler Straße zu genehmigen. Abgeordnete der SPD und der Linken befürworten die Ansiedlung.

Schon im kommenden Jahr soll auf dem rund zwei Hektar großen Grundstück an der Märkischen Allee 310 ein neuer Möbelmarkt der Kette XXXLutz entstehen und im Jahr darauf ein großer, neuer Rewe-Markt. Der Bau des Möbelmarktes ist unumstritten. Das Bezirksamt hat das Grundstück extra für die Bebauungsplanungen geteilt, um den Möbelmarkt auf jeden Fall zu ermöglichen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Bau des Rewe-Marktes. Bis vor Kurzem hat Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, den Bau des Einkaufsmarktes abgelehnt. Möbelmarkt und Einkaufsmarkt seien zusammen zu groß und würden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nicht akzeptiert.

An seiner grundsätzlichen Skepsis zum Rewe-Vorhaben hat sich seither nichts geändert. Inzwischen stellt er aber seine persönlich Meinung zurück und verweist nur noch darauf, dass die Entscheidung auf Grund der Größe des Bauvorhabens letztendlich bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung liege. Er werde den Bau nicht mehr verhindern. "Mit dem Rewe-Markt könnte ich leben", sagt Gräff.

An einer Informationsveranstaltung zum Rewe-Vorhaben im Mai hatten über 100 Anwohner und Bezirkspolitiker teilgenommen und sich ausdrücklich für die Marktansiedlung ausgesprochen.

Unterstützung bekommt Schleef aus dem Abgeordnetenhaus, unter anderem von Iris Spranger, baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. "Die Menschen im Wahlkreis wünschen sich einen solchen Markt", sagt sie. Sie wollten mehr als nur Discounter im Kiez, sondern ein breiteres Angebot mit frischen Produkten.

Wolfgang Brauer, Abgeordneter der Linken, erinnert daran, dass im vergangenen Jahr erst Edeka und Porta ihre Pläne für Märkte an dem Standort aufgaben, weil sie keine Genehmigungen bekamen. "Ich hoffe, dass das Bezirksamt sich endlich bewegt", sagt Brauer.

Der Abgeordnete lädt am Mittwoch, 23. Oktober, erneut zu einer Informationsveranstaltung zur Ansiedlung der beiden Märkte ein. Auf dem Podium nehmen Bezirkspolitiker Platz. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Schülerspeisegaststätte "Spirelli", Liebensteiner Straße 24.


Harald Ritter / hari
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