Verkehrsverbindung soll neben der TVO gebaut werden

Marzahn-Hellersdorf. Mit der Bahn nach Schönefeld: Dieses Ziel verfolgen die Grünen im Abgeordnetenhaus. Die Fraktion macht Druck, um den Bau der Bahntangente zu sichern.

B’90/Die Grünen stellten im Januar im Abgeordnetenhaus den Antrag, der Senat solle die Tangente für den östlichen Ring der Berliner Bahn in der Bundesverkehrswegeplanung 2015 anmelden. Die Nahverkehrstangente soll Oranienburg über das Karower Kreuz und Springpfuhl sowie das Grünauer Kreuz mit dem neuen Berliner Flughafen in Schönefeld verbinden. Hierzu sollen die Anlagen der Bahn um ein Gleis zwischen Springpfuhl und Grünauer Kreuz erweitert und neue Bahnhöfe gebaut werden. Die neue Bahntangente soll die Ostbezirke über den öffentlichen Personennahverkehr besser miteinander verbinden und auch die Verbindungen mit dem Umland verbessern. Ein wichtiges Argument der Befürworter ist die Entlastung insbesondere der Köpenicker Straße vom Autoverkehr.

Ursprünglich hatten die Grünen die Bahntangente als Alternative zu der sogenannten Tangentialen Verbindung Ost (TVO) auf die politische Bühne gebracht. Die vierspurige Schnellstraße soll eine Verbindung zwischen der Straße An der Wuhlheide und der Märkischen Allee herstellen und gleichfalls die Köpenicker Straße entlasten. Eine Entscheidung über den Bau der TVO soll bis Mitte dieses Jahres fallen.

Die Bahntangente ist wie die TVO Bestandteil des Stadtentwicklungsplanes Verkehr der Hauptstadt. Unter den politischen Parteien gibt es keinen Streit über deren Sinn. Für das Bezirksamt und die meisten Bezirkspolitiker hat jedoch die Straßentangente Priorität. Im Abgeordnetenhaus werden im Februar zunächst im Verkehrsausschuss die Weichen gestellt, ob auch die Bahntangente mittelfristig eine Perspektive hat.


Harald Ritter / hari
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