Verwaltung soll 175 Stellen in zehn Jahren abbauen

Marzahn-Hellersdorf. Das Bezirksamt hat ein Konzept für den Personalabbau beschlossen. Im Wesentlichen sieht es vor, dass das Grünflächenamt künftig mit weniger Mitarbeitern auskommen muss. Gleichzeitig sollen die Stellenstreichungen zeitlich gestreckt werden.

Das Bezirksamt hat einen Plan beschlossen, der die vom Senat geforderte Zahl der 175 abzubauenden Stellen erfüllt und doch die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung erhalten soll. Der Personalabbau soll dadurch erreicht werden, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Spielräume versucht das Bezirksamt zu gewinnen, indem es bei Neubesetzungen innerhalb der Verwaltung umverteilt. Den weitaus größten Anteil am Personalabbau hat dabei das Grünflächenamt zu tragen. Von den gegenwärtig noch 155 Mitarbeitern sollen in zehn Jahren nur noch 95 übrig bleiben. Einen größeren Teil der Grünflächenpflege will das Bezirksamt schrittweise an private Firmen geben.

Eine weitere größere Anzahl von freiwerdenden Stellen ergibt sich aus der Übergabe der restlichen Jugendeinrichtungen an freie Träger. Hier werden noch einmal 47 Stellen frei. Der Rest des Abbaus ergibt sich aus kleineren Posten, wie etwa die Übergabe der Wartung der Sporteinrichtungen an die Sportvereine.

Das Bezirksamt hofft, mit der Bestätigung des Konzeptes freie Stellen, etwa in den Bürgerämtern oder beim Jugendamt besetzen zu können. Bei der Jugendhilfe wurden bereits sieben freie Stellen neu besetzt. Vier weitere Mitarbeiter sollen bis Jahresende neu eingestellt werden. Unter dem Strich bleibt beim Stellenabbau die weitere Privatisierung von Aufgaben des Bezirks. Einsparungen von finanziellen Mitteln ergeben sich nicht. "Die frei werdenden Personalmittel bekommen wir als Sachmittel, beispielsweise um die Fremdfirmen für die Grünpflege zu bezahlen", sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD).

Bleibt noch die Frage, ob die Senatsfinanzverwaltung dem Konzept zustimmt. Die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU vom Herbst vergangenen Jahres sieht vor, dass die Stelleneinsparungen noch in der laufenden Legislaturperiode zu erbringen sind. Der Bezirk will zehn Jahre Zeit haben.


Harald Ritter / hari
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