Weg zur Bushaltestelle liegt im Dunkeln

Marzahn. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ließ im Blumberger Damm Lichtmasten abreißen, die einen privaten Parkplatz beleuchteten. Die Anwohner müssen deshalb im Dunkeln zur Bushaltestelle gehen.

"Wir hätten die Lichtmasten auch übernommen", sagt Ines Spitzer-Olschock, Vorstand der Ersten Marzahner Wohnungsgenossenschaft (EMWG). Dazu habe aber die Senatsverwaltung der EMWG keine echte Chance gegeben. Das Nachsehen haben die Mieter, die im Dunkeln auf den Parkplatz und zur Bushaltestelle am Blumberger Damm/Ecke Hohensaatener Straße müssen.

"Die Straßenlampen haben einen privaten Parkplatz beleuchtet. Es ist nicht unsere Aufgabe, das zu bezahlen", erklärt Daniela Augenstein, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Senatsverwaltung habe daher die "Abtrennung" der Lichtmasten vom öffentlichen Netz bei Vattenfall angewiesen. Die Vattenfall Europe Netzservice GmbH betreibt die Berliner Straßenbeleuchtung.

Es handelt sich um genau fünf Masten, die bis Ende September am Blumberger Damm zwischen Glambecker Ring und Hohensaatener Straße standen. Deren Lampen beleuchteten hauptsächlich einen Parkplatz der EMWG, eine aber auch den öffentlichen Weg zur Bushaltestelle. Die Lichtmasten standen neben dem Parkplatz auf öffentlichem Land. Das kommt in Berlin nicht selten vor. Besonders in den Neubaugebieten im Osten gibt es solche Fälle häufiger.

In Fall der Lichtmasten am Blumberger Damm ging die Senatsverwaltung zunächst sogar davon aus, dass die Masten auf dem Grundstück der EMWG stehen. Nachdem die Wohnungsgenossenschaft diesen Irrtum aufgeklärt hatte, erging von der Senatsverwaltung kurzfristig eine Anweisung an Vattenfall, die Lichtmasten vom öffentlichen Netz zu nehmen. Der Abriss erfolgte am 27. September, obwohl die Genossenschaft eine Frist bekommen hatte, sich bis Ende September zu äußern.

Die Wohnungsgenossenschaft prüft nun, eine neue Beleuchtung für den Parkplatz anzuschaffen. "Die Senatsverwaltung muss aber für den Weg zur Bushaltestelle einen neuen Mast aufstellen lassen. Der Weg ist öffentliches Straßenland", erklärt Ines Spitzer-Olschock.


Harald Ritter / hari
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