Wegeleitsystem für Helene-Weigel-Platz in Auftrag gegeben

Ein Schild vor dem Haus Helene-Weigel-Platz 7 weist auf die Nummer 10 hin, die Rückseite des Ärztehauses. (Foto: hari)

Marzahn. Es ist gerade in Neubaugebieten oft besonders schwierig, sich angesichts chaotischer Straßenverläufe und Hausnummerierungen zurechtzufinden.

Beim Helene-Weigel-Platz gab es ursprünglich nicht einmal Straßen- oder Platzschilder, um Hinweise auf die Hausnummerierung zu finden. Außerdem erhielt ein Teil der Häuser im Einzugsgebiet des Platzes Hausnummern aus der Allee der Kosmonauten.

Ein Vorschlag im Bürgerhaushalt griff das Problem Ende 2012 auf. Sowohl Mieter als auch Gewerbetreibende klagten darüber, dass sie von Besuchern schlecht zu finden sind. "Hinweisschilder am Ausgang der S-Bahn, an der Straßenbahnhaltestelle und an der Zufahrt könnten hilfreich sein", heißt es in der Begründung.

Der Vorschlag erhielt bei der Abstimmung im Stadtteil 170 Punkte und belegte im Stadtteil damit den zweiten Platz von allen Vorschlägen. Auch das Tiefbauamt bestätigte im Dezember 2012 in seiner Stellungsnahme, dass es auf Grund des Berliner Straßengesetzes Handlungsbedarf sehe. Es entwickelte in der Zwischenzeit sogar eine eigene Lösung mit Hilfe von Straßenschildern.

Seit dem Sommer 2013 wurden Straßenschilder aufgestellt, die mit ihrer Nummerierung in die Richtung der gesuchten Häuser zeigen. Die Straßenschilder sind jedoch nicht für die besondere Situation an einem Platz gemacht. Die Ausschilderung scheint zudem ins Leere zu gehen, denn sie ist an vielen Anwohnern vorbeigegangen. "Das ist mir noch gar nicht aufgefallen", sagt ein Passant.

Die Schilder haben auch ihre Tücken. Ein Hinweisschild auf die Hausnummer 10 steht vor dem Haus Helene-Weigel-Platz 7. Wer sich nicht auskennt, könnte die Nummer 7 für die 10 halten.

Die allgemeine Verwirrung könnte sich schon 2014 in Wohlgefallen auflösen. Die vom Bezirksamt beauftrage Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz hat eine Ausschreibung für ein Wegeleitsystem abgeschlossen. Einer Werbeagentur wurde der Auftrag erteilt. Ziel ist, dass künftig alle Besucher des Helene-Weigel-Platzes mühelos private und öffentliche Einrichtungen finden können. "Erste Ergebnisse werden wir Ende Februar vorlegen können", sagt Oleg Peters, Leiter der Zukunftsagentur.


Harald Ritter / hari
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