Wohnungsunternehmen schützen ihre Häuser immer besser

"Stadt und Land" ließ den Garagenkomplex in der Bodo-Uhse-Straße durch Künstler gestalten. Das schützt vor Sprayer-Attacken. (Foto: Stadt und Land)

Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl der durch Vandalismus hervorgerufenen Schäden an Gebäuden im Bezirk sind rückläufig. Mehrere Millionen Euro geben die Wohnungsunternehmen in Berlin und Brandenburg jedes Jahr für die Beseitigung von Vandalismusschäden aus.

Laut einer Erhebung des Verbandes Berliner-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen betrug der Aufwand allein in Berlin im vergangenen Jahr rund zwei Millionen Euro. Konkrete Zahlen über Vandalismus in Marzahn-Hellersdorf liegen nicht vor. Laut Degewo-Pressesprecher Lutz Ackermann sind Grafitti auf Häuserwänden oder zerkratzte Eingangstüren typische Schäden. "Gegen alle Fälle von Vandalismus gehen wir sehr schnell vor", sagt Ackermann.

In der Regel geschieht das sofort nachdem die Hausmeister Fälle von Vandalismus entdecken oder ihnen diese gemeldet werden. Dann übernehmen sie die Beseitigung der Schäden selbst oder beauftragen eine Fachfirma.

Ein Mittel gegen Vandalismus sei Präsenz vor Ort. Überall dort, wo ein Concierge im Hauseingangsbereich im Einsatz ist oder es eine Videoüberwachung gibt, kommt Vandalismus kaum vor.

Laut der Degewo ist Marzahn von Vandalismus weniger betroffen als andere Berliner Bezirke. Und Frank Hadamczik, Pressesprecher von Stadt und Land, erklärt, dass in Hellersdorf Schäden durch Vandalismus seit einigen Jahren rückläufig sind. Die hätten die Hausverwaltungen mitgeteilt. Er sieht die Hauptursache darin, dass Schäden sofort beseitigt würden und Durchgänge, Giebelbereiche und Garagenwände durch Aktionen mit professionellen Künstlern vor Sprayer-Attacken geschützt wurden. "Wir haben auch den Eindruck, dass Graffiti-Sprayen bei den Jugendlichen weniger verbreitet ist als früher", sagt Hadamczik.

"Das Geld, das für die Beseitigung sinnloser Beschädigungen ausgegeben werden muss, steht nicht für Investitionen zur Verfügung", sagt Maren Kern, Vorstand des BBU. Die Politik müsse sich mehr für ein gutes Miteinander und einen besseren Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. "Eine gute soziale Durchmischung von Quartieren ist das beste Mittel gegen mutwillige Zerstörung und für lebenswerte Kieze", erklärt Kern.


Harald Ritter / hari
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