Zwei neue Familienzentren nehmen ihre Arbeit auf

Cindy Gurske fühlt sich mit ihren Drillingen Wibke, Luca und Fedja wohl im Familienzentrum der JAOgGmbH im Haus "Aufwind" in der Nossener Straße. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Laut einem neuen Landesprogramm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft werden in jedem Berliner Bezirk zwei neue Familienzentren aufgebaut. Die Träger im Bezirk sind der Humanistische Verband Deutschland (HVD) und die Jugendwerk Aufbau Ost JAO gGmbH.

Zwei neue Familienzentren im Bezirk sollen Eltern helfen, den Herausforderungen im Alltag besser begegnen zu können. Beide vom Senat ausgewählte Träger haben im Bezirk bereits Erfahrungen mit der Familienarbeit.Der Humanistische Verband Deutschland betreibt in der Zühlsdorfer Straße 16-18 das Familienhaus Felix mit dem Eltern-Café und der "Schatzkiste", in der es unter anderem preiswerte Bekleidung für Erwachsene und Kinder sowie Spielzeug gibt.

Auch das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum "Aufwind" in der Nossener Straße 87-89 erfüllt seit acht Jahren vom Prinzip her die Aufgaben eines Zentrums für die Familienarbeit. Hier gibt es bereits Angebote wie eine Kindergruppe, eine Mädchengruppe oder eine Familiengruppe. Familien erhalten Hilfen im Zentrum und es gibt auch Hausbesuche. In der neuen, von Senat geförderten Form verlagert sich der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit auf junge Familien mit Babys und Kleinstkindern. "Wir müssen mit der Präventionsarbeit möglichst früh ansetzen", sagt Dagmar Fechner. Die Sozialtherapeutin koordiniert seit Oktober die Arbeit im neuen Familienzentrum in Hellersdorf.

Der Stadtteil, in dem das Familienzentrum liegt, ist auch nach den neuesten Daten aus dem Bezirksamt von 2011 einer der jüngsten Stadtteile des gesamten Bezirks. Gleichzeitig gehört Hellersdorf-Ost zu den ärmsten Stadtteilen im Bezirk. Fast der Hälfte aller Kinder unter 15 Jahren lebt von Hartz IV. Eine der ersten Formen der Familienarbeit im Zentrum "Aufwind" ist die Gruppe "FuN-Baby", in der spielerisch die Bindung zwischen Babys und ihren Eltern gefestigt wird.

"Mir ist besonders wichtig, mit anderen jungen Eltern in Kontakt zu kommen", sagt Cindy Gurske. Die junge Mutter hat Drillinge im Alter von acht Monaten. Die Arbeit im Haus "Aufwind" soll durch Kooperationen mit den Kitas "Hasenhügel" und "Naseweiß" ausgebaut werden. Die Finanzierung der Arbeit ist durch den Senat zunächst für ein Jahr gesichert.


Harald Ritter / hari
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