Aktionskreis „Kienbär“ zeichnete Peter Bigall mit dem Väterpreis aus

Peter Bigall wurde in diesem Jahr mit dem „Kienbär“, den Väterpreis des Bezirks ausgezeichnet. (Foto: hari)

Marzahn. Der Väterpreis „Kienbär“ ist nach einem Jahr Pause erneut vergeben worden. Der diesjährige Preisträger ist Peter Bigall (38). Er arbeitet bei der Firma Kötter Sicherheitsdienste.

Der Aktionskreis „Kienbär“ will ein neues Selbstverständnis von Männern fördern und zum Aufbau eines neuen Männerbildes im Bezirk beitragen. Männer sollen sich auch bei der Versorgung und Erziehung der Kinder als Partner verstehen. Der Aktionskreis wurde 2015 von Männern und Frauen aus dem Bezirk gegründet. Im selben Jahr vergab er erstmals den Väterpreis in Gestalt von Bären aus Metallguss als Sinnbild für die Kraft und Stärke eines Mannes.

Nach einem Jahr kreativer Pause und Neusortierung schrieb der Aktionskreis den Väterpreis im Mai erneut aus. Eine Jury wählte unter den Nominierten die Preisträger aus. Am 6. Oktober fand die Verleihung auf dem IGA-Gelände statt.

Den ersten Preis nahm Peter Bigall (38) entegegen. Während seines Einsatzes als Sicherheitsbeauftragter im Flüchtlingsheim der Volkssolidarität am Brebacher Weg kümmerte er sich auch um die Flüchtlingskinder. Dort lebten zeitweise rund 150 Kinder. Bei der Übergabe des Preises war er sichtlich bewegt und sprachlos. Dafür feierten einige Flüchtlingskinder ihren Helden vor der Bühne am Koreanischen Garten.

Die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft haben ihn „Mister Bean“ genannt. Er scherzte, spielte und tobte mit ihnen. Er war immer zu einem Spaß bereit und beschäftigte sich mit den Kindern als wären es seine eigenen. Diese erfuhren dadurch Mitgefühl und machten die Erfahrung der Präsenz eines Mannes, wo mitunter auch kein Vater mehr war. „Peter Bigall war als junger Mann als Soldat im Kosovo stationiert und musste dort mit eigenen Augen ansehen, was Krieg bedeutet“, sagte Sozialstadträtin Juliane Witt (Die Linke) in ihrer Laudatio auf den Preisträger. Dieser Kienbär sei auch ein Preis für alle jene, die sich insbesondere für Flüchtlingskinder einsetzen.

Den zweiten Preis erhielt Paul Rutkowski, ein alleinerziehender Vater, der sich allein um seine Tochter kümmert und einige Lebenskrisen überwinden musste. Den dritten „Kienbären“ bekam Jörg Neumann. Der Pflegevater ist zur männlichen Identifikationsfigur für zwei Kinder mit Downsyndrom geworden. Einen Sonderpreis vergab der Aktionskreis an Erzieher und Väter des Kindergartens Wuhlespatzen, Zum Forsthaus 3, die sich besonders für die Kita engagieren. hari
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