Studenten der Uni Potsdam sollen Freizeitgewohnheiten erforschen

Marzahn-Hellersdorf. Das Bezirksamt möchte den Bürgern ein besseres Sportangebot machen. Eine Projektgruppe der Universität Potsdam befragt dazu derzeit die Bevölkerung.

In diesen Tagen erhalten 8000 Haushalte in den Großsiedlungen einen Fragebogen des Bezirksamts zugeschickt. Darauf sind 22 Fragen zu beantworten. Eine Arbeitsgruppe der Universität Potsdam will mithilfe des Fragenkatalogs ermitteln, welche Sportgewohnheiten und welche Wünsche an das Sportangebot die Bewohner haben, um eine Studie zu den Perspektiven des Breitensports im Bezirk zu erstellen. Dabei soll das bestehende Angebot mit dem tatsächlichen Bedarf verglichen werden.

"Wir berücksichtigen die traditionelle Nutzung von Sportstätten etwas durch Vereine. Wir wollen aber auch wissen, welche anderen Formen des Freizeitsports gewünscht werden", erklärt Jürgen Rode von der Uni Potsdam. Viele Menschen betrieben heute Freizeitsport nicht mehr in Vereinen. Fahrradfahren, Jogging oder Nordic-Walking werden immer populärer.

Im Anschluss an die Umfrage werden die Vorstände der Sportvereine und Vertreter von Schulen und Kitas zu den Themen interviewt. Abschließend wollen die Wissenschaftler mit Ämtern und anderen Verantwortlichen Vorschläge erarbeiten, wie das Sportangebot und die Bedürfnisse der Bürger besser in Übereinstimmung gebracht werden können.

Es gehe nicht darum, Sporthallen zu schließen, sagt Sportstadtrat Stefan Komoß (SPD). Der derzeit gültige Sportentwicklungsplan gelte bis 2016. Die Ergebnisse der Studie würden vielmehr in die langfristige Planung über zehn bis 15 Jahre einfließen und dienten dazu, neue Sportmöglichkeiten zu schaffen.

Die Studie kostet 64 000 Euro und wird mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Stadtumbau Ost" finanziert. Dieses Geld darf nur für die Großsiedlungen verwendet werden. Daher erhalten auch nur Bewohner dieser Stadtteile einen Fragebogen. Die Projektgruppe prüft allerdings, ob auf eigene Kosten ausgewählte Einwohner der Siedlungsgebiete gleichfalls nach dem Zufallsprinzip per Telefon zusätzlich befragt werden können.

Erste Ergebnisse der Studie werden im Februar kommenden Jahres vorgestellt. Im Oktober 2015 soll die Studie fertig sein.


Harald Ritter / hari
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