Senat lehnt Fahrradstreifen auf Marzahner Brücken ab

Marzahn. Die Sanierung der Marzahner Brücken soll ab 2021 erfolgen. Im Zuge der Sanierung sollen auch Radwege angelegt werden.

Das Fehlen von Radwegen ist einer der wichtigsten Kritikpunkte an den sanierungsbedürftigen Bauwerken. Diese überspannen als Teil der Landsberger Allee die Märkische Allee, sind aber in den 1970er-Jahren gebaut worden und nicht für den Radverkehr geeignet.

Für Radfahrer ist die Überquerung der Marzahner Brücken zwischen dem meist lebhaften Autoverkehr außerordentlich gefährlich. Das Anlegen von gesonderten Fahrradstreifen ist schon lange eine Forderung von Verkehrsexperten.

Eigentlich sollte mit der Sanierung der Marzahner Brücken schon 2010 begonnen werden. Der Senat ließ zwar im Jahr 2012 eine Machbarkeitsstudie für die Brückensanierung erstellen, hielt den Baubeginn aber offen. Die Forderung des ADFC, entweder Fahrradstreifen auf den Brücken aufzuzeichnen oder das Tempo für die Autos auf 30 Kilometer pro Stunde zu beschränken, fand keine Berücksichtigung.

„Der Versuch einer klassischen Behebung des Problems durch die Abmarkierung von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ist hier nicht durchgängig möglich“, teilte die Verkehrsverwaltung des Senats dem Abgeordneten Stefan Ziller (B'90/Die Grünen) im April auf seine Anfrage mit.

Laut der Senatsverkehrsverwaltung kann die Brückensanierung frühestens im Jahr 2021 beginnen. Die Mittel für die erste Bauphase in Höhe von rund sechs Millionen Euro seien allerdings schon bewilligt. 90 Prozent trage der Bund aus einem Förderprogramm, den Rest das Land Berlin. hari
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