Auszug aus den Park-Arkaden

Jesko Orzschig schließt Ende Juni sei Büro in den Park-Arkaden. Der Versicherungsmakler war der letzte Mieter in der Passage. (Foto: hari)
 
Die Passage der Park-Arkaden steht leer. Das Gebäude wurde in den zurückliegenden Wochen verkauft. (Foto: hari)
Berlin: Park-Arkaden |

Marzahn. Die Arkaden im Springpfuhlpark stehen vor der Schließung. Der letzte Mieter in der Passage räumt sein Büro zum Anfang Juli.

Außerhalb der Passage gibt es dann noch die kleine Gaststätte am Rande der Park-Arkaden. Ein Angestellter zuckt die Schultern auf die Frage, ob und wie lange es hier noch weitergeht. „Wir wissen nichts“, sagt er.
Jesko Orzschig ist der letzte Mieter in der Marktpassage. Der Versicherungsmakler hat hier noch bis Ende Juni sein Büro. Bis dahin muss er aus ausräumen und an den Verwalter die Schüssel übergeben. Er wird dann sein neues Büro im Gebäude des Sana-Gesundheitszentrums am Helene-Weigel-Platz eröffnen.

Orzschig hat beim Verwalter der Arkaden, der Comer Immobilienmanagement GmbH & Co. KG, selbst gekündigt. „Die Miete für den Quadratmeter war günstig, aber die Nebenkosten waren auf Dauer nicht mehr zu bezahlen“, erzählt er. Sein Büro war auch nur klein, aber er hatte anteilig die Heizkosten zu zahlen. „Die waren bei einem ansonsten leer stehenden Gebäude natürlich sehr hoch“, erläutert der Versicherungsmakler.
Das Gebäude wurde Mitte der 90er Jahre an den östlichen Rand des Springpfuhlparks gesetzt. Die Investoren konnten hoffen, dass die Gewerbeflächen sich gut vermarkten lassen. Es ist das einzige Gewerbegebäude mit Verkaufsflächen, kleinen Läden und Büroräumen auf dieser Seite des Springpfuhlparks.
Der Niedergang der Arkaden begann 2011, als der Discounter „Penny“ seine Fläche aufgab. Das Immobilienmanagement beteuerte, sich um einen neuen „Ankermieter“ zu bemühen. Eine Zeit lang gelang es ihm damit, andere Mieter zu halten, die „Fundgrube“ oder den Fitness-Club.

„Die sind alle schon im Verlaufe des vergangenen Jahres ausgezogen, weil sie keine Hoffnung mehr hatten, dass es hier noch einmal aufwärts geht“, berichtet Orzschig. Es gab auch Klagen über die schlechte Betreuung durch den Verwalter, etwa weil die Heizung nachts nicht lief, viele Lampen im Gebäude kaputt waren und blieben oder über Graffiti, die nicht entfernt wurden.
Während der zurückliegenden Monate war es Orzschig allein in dem großen Gebäude manchmal bange, vor allem an den Abenden. „Es macht auch keinen Spaß, wenn niemand auch nur vorübergeht“, sagt er. Der Sinn einer solchen Passage sei auch, dass unterschiedliche Geschäfte Kunden anlocken.
Das Comer Immobilienmanagement verwaltete die Arkaden für ein Immobilienunternehmen, das seien Sitz in Luxemburg hatte.

Auf eine Nachfrage mit Bezug auf die Zukunft des Gebäudes wollte das Management keine Auskunft geben. „Wir haben das Grundstück im Auftrage des Besitzers verkauft“, hieß es.
Die Entwicklung in den Park-Arkaden bereitet seit Längerem im Bezirksamt Sorgen. „Kürzlich war ein Architekt bei mir, um sich nach den Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Grundstück zu erkundigen“, sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Ob der neue Eigentümer eine Sanierung, den Abriss oder einen Neubau plant, könne er aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

hari
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