Boom an der Bitterfelder Straße

Die Firma Finetech GmbH & Co. KG bezog im vergangenen Jahr ihr neues Betriebsgelände an der Boxberger Straße. (Foto: hari)

Marzahn. Die Wirtschaft im Bezirk boomt. Besonders im Gewerbegebiet um die Bitterfelder und die Wolfener Straße siedeln sich viele Gewerbebetriebe an.

Das Gebiet gehört zum größten zusammenhängenden Gewerbegebiet Berlins, Berlin eastside, das auf rund zwölf Millionen Quadratmetern von Marzahn-West bis Friedrichsfelde-Ost erstreckt. Es besteht aus 15 Gewerbeparks mit etwa 2500 Firmen.

Der nördliche Bereich von Berlin eastside um die Bitterfelder Straße hat in den zurückliegenden fünf Jahren eine außerordentlich hohe Dynamik entwickelt. Insgesamt wurden seit 2010 rund 150 000 Quadratmeter an 20 Unternehmen verkauft. Über 1000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Die Vermarktung unterlag bis 2008 dem Liegenschaftsfonds des Landes Berlin. Dann übernahm der Bezirk diese Aufgabe. Angesichts einer sich bessernden Konjunkturlage wurden die freien Flächen in Marzahn immer begehrter. „Der Schutz von Anwohnern in der Innenstadt macht Gewerbeansiedlungen dort immer schwieriger“, erläutert Gräff. Deshalb konnte der Bezirk mit seinen Angeboten punkten.

Allein im Jahr 2015 erwarben sechs Unternehmen ein Grundstück, um ihren Firmensitz hier zu errichten. Hierbei handelte es sich mit 1250 bis 8600 Quadratmetern um vergleichsweise kleine Flächen. „Die großen Grundstücke sind uns ausgegangen“, erläutert Gräff.

Einige Unternehmen, die in den Jahren zuvor Flächen gekauft hatten, konnten im vergangenen Jahr ihre Baumaßnahmen abschließen. So bezog im Frühjahr die Firma Finetech GmbH & Co. KG ihr neues Betriebsgelände an der Boxberger Straße 14. Auf einer Fläche von 19 000 Quadratmetern entwickelt, fertigt und vertreibt sie unter anderem Präzisionsmaschinen für die Reparatur von Leiterplatten.

Ende vergangenen Jahres zog die Firma Scansonic MI GmbH von Pankow nach Marzahn. Sie befasst sich auf ihrem 33 000 Quadratmeter großen Grundstück mit der Entwicklung und Produktionstechnik für die Automobilindustrie, den Schienenfahrzeugbau und die Medizinbranche.

Frei sind nur noch einige Restflächen, die über das Gewerbegebiet verstreut liegen. Diese will der Bezirk bis 2017 beräumen und für eine Ansiedlung vorbereiten. hari
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