Viele Wohnungen nicht im Netz

Marzahn-Hellersdorf. Die Wohnungsgesellschaften des Landes Berlin bieten seit Ende Juni auf einem gemeinsamen Internetportal Wohnungen zur Neuvermietung an. Wer seine Wohnung im Bezirk finden will, der sollte allerdings nicht auf weitere Recherchen verzichten.

Die zwei landeseigenen Wohnungsgesellschaften Degewo und Stadt und Land sind die beiden größten Vermieter im Bezirk. Zusammen mit den anderen Wohnungsgesellschaften des Landes, der Gesobau, Gewobag, Howoge und der Wohnungsbaugesellschaft Mitte fischen sie neuerdings im Internet auf ­www.inberlinwohnen.de­ gemeinsam nach Mietern. Damit nutzen sie ihre Marktmacht und den Vorteil, fast überall in Berlin gut aufgestellt zu sein. Jedes Jahr vermieten sie rund 20 000 Wohnungen in der Hauptstadt neu. „Wir wollen auch über die vielen Vorteile informieren, die das Wohnen bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen bietet“, sagt Jörg Franzen, Gesobau-Chef und Sprecher der Landesunternehmen.

Wohnungssuchende können über den Wohnungsfinder nach unterschiedlichen Kriterien bei allen sechs Vermietern gleichzeitig recherchieren. Kriterien wie Größe, Ausstattung oder Preis einer Wohnung lassen sich miteinander kombinieren. Ernüchternd dürfte die geringe Zahl der freien Wohnungen sein. Gerade einmal 120 zeigte das Portal am 12. Juli an. Das spiegelt auf drastische Weise die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Im Vergleich nimmt sich die Zahl der 39 in Marzahn-Hellersdorf gefundenen freien Wohnungen noch relativ gut aus. Damit werden auch die Unterschiede der Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt in Mitte und den Randlagen verdeutlicht.

Aber allein die Suche auf dem eigenen Portal der Degewo ergab 189 Treffer in Marzahn. Mit gleichem Datum gibt die Degewo-Pressestelle die Zahl der freien Wohnungen in Marzahn mit 233 an. „Nicht jede dieser Wohnungen kann auch sofort vermietet werden“, erläutert Degewo-Pressesprecher Lutz Ackermann. Viele müssten für eine Neuvermietung erst noch renoviert werden. Aufgrund der großen Nachfrage komme es vor, dass freie Wohnungen von den Vermietern erst gar nicht online gestellt werden, sondern direkt an Interessenten weitervermietet werden. hari
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