In Bamberg können Besucher viele Schätze entdecken

Das Alte Rathaus steht in der Regnitz und ist nur über zwei Brücken zu erreichen. (Foto: Ralf Drescher)
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Wer hat nicht schon einmal von Bamberg gehört. Die kreisfreie Stadt im bayrischen Regierungsbezirk ist als Weltkulturerbe-, als Universitäts- und als Bierstadt bekannt.

Im Mittelalter hieß die Stadt am Ufer der Regnitz Babenberg, benannt nach dem Geschlecht der Babenberger, deren Babenburg auf dem heutigen Domberg bereits 902 urkundlich erwähnt wurde.

Mehrmals litt die Stadt unter kriegerischen Ereignissen. In den Hussittenkriegen (um 1430) entging die Stadt der Brandschatzung, weil 12.000 Gulden Lösegeld gezahlt wurden. Der Bauernkrieg und der Dreißigjährige Krieg warfen Bamberg um Jahrzehnte in der Entwicklung zurück.

Freunde historischer Architektur sind in Bamberg gerade richtig. Die Stadt verfügt über den größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg blieb Bamberg von schweren Angriffen verschont. Als im Februar 1945 doch Bomben fielen, zerstörten sie unter anderem die erst 1934 eingeweihte evangelische Erlöserkirche. Die mächtige Kellerdecke aus Stahlbeton hielt jedoch stand, alle 500 Bamberger im Luftschutzkeller überlebten den Angriff.

Im Stadtkern von Bamberg sind über 1200 Baudenkmale verzeichnet. Die Wichtigsten: Der Bamberger Dom thront mit seinen vier Türmen über der Altstadt. Errichtet wurde er ab 1215, die Einweihung war 1237. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Bamberger Reiter, eine Sandsteinplastik von 1230. Im Kaisergrab ruhen die sterblichen Überreste Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde, das Hochgrab stammt von Tilmann Riemenschneider. Die Neue Residenz steht gleich neben dem Dom. Das Bauwerk wurde ab 1602 als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe errichtet. Heute befinden sich dort die Staatsbibliothek und die Staatsgalerie. Klein-Venedig ist ein Stadtviertel am östlichen Ufer der Regnitz. Es besteht aus im 17. Jahrhundert errichteten Fischerhäusern. Das Alte Rathaus aus dem 15. Jahrhundert steht im Fluss Regnitz und ist nur über zwei Brücken zu erreichen. Besucher können dort eine der größten Porzellansammlungen Europas bestaunen.

Bamberg wird oft auch als wahre Hauptstadt des Bieres bezeichnet. Um 1818 brauten dort 65 Brauereien den kalorienhaltigen Gerstensaft. Heute gibt es noch acht Brauereien. Die Bamberger sollen pro Jahr und Einwohner 280 Liter Bier verzehren. Es gibt zum Thema sogar eine eigene Internetseite: www.bamberger-bier.de.

Mit dem Auto braucht man für die rund 420 Kilometer über A 9 und A 70 vier Stunden. Parkplätze sind in Bamberg rar und müssen fast immer bezahlt werden. Mit dem ICE kommt man vom Berliner Hauptbahnhof in rund vier Stunden ohne Umsteigen bequem nach Bamberg.

Wissenswertes über Bamberg auf www.stadt.bamberg.de und bei der Touristinformation unter 0951 297 62 00.

Ralf Drescher / RD
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