Assistenten brauchen Markierungen

Autofahrer sollten nicht auf jeder Straße auf die Unterstützung eines integrierten Spurhalteassistenten setzen.

Denn auf Straßen ohne Streifen am Rand und in der Mitte funktionierten die Systeme nicht, warnt der ADAC. Assistenten zur Spurhaltung, die inzwischen für viele Pkw-Modelle ab der unteren Mittelklasse aufwärts für rund 500 Euro verfügbar sind, benötigten Fahrbahnmarkierungen zur Orientierung. Ohne Streifen bleiben die Gegenlenkimpulse oder Vibrationswarnungen im Lenkrad aus, wenn ein Fahrer vom Weg abkommt. Aus Kostengründen verzichten Kommunen auf Kreis- und Landstraßen häufig auf das Auftragen von Straßenmarkierungen oder deren Ausbesserung, kritisiert der ADAC. Bei Straßen, die weniger als fünf Meter breit sind oder eine schlechte Randbefestigung haben, dürften die Markierungen laut einer Richtlinie fehlen. Aber gerade auf schmalen Straßen sind die Markierungen nach Ansicht des Automobilklubs wichtig, um Unfälle zu vermeiden. Denn auf schmalen Straßen ohne Markierung orientieren sich Autofahrer automatisch mehr Richtung Fahrbahnmitte. Dadurch steigt das Risiko, mit dem Gegenverkehr zusammenzustoßen.
dpa-Magazin / mag
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