Das Comeback des Strand-Buggy

Der Smart Crossblade von 2002 wurde viel beworben, aber kaum gekauft. Viele Hersteller scheuen deshalb die Entwicklung eines eigenen Buggys. (Foto: Daimler/dpa/mag)

Die 70er Jahre waren die große Zeit der Strand-Buggys. Neben der namensgebenden Mischung aus VW Käfer und Kunststoff-Karosserie, dem Buggy, waren das zum Beispiel der Mini Moke, der Citroën Méhari oder der Renault R4 Plein Air.

Simpel konstruiert und günstig zu haben, waren sie für nicht viel mehr zu gebrauchen als den Weg vom Strand zum Hotel. Doch ihrer Beliebtheit tat das keinen Abbruch - bis neue Crash-Vorschriften ihnen den Garaus machten. Trotzdem versuchen sich viele Hersteller immer wieder an einem Comeback. Das jüngste Beispiel dafür ist der Smart For-Us, ein luftiges Cabrio ohne Dach und Seitenscheiben. In die gleiche Kerbe schlägt der VW Buggy Up, der im vergangenen Herbst zur Weltpremiere des neuen Kleinwagens Up gezeigt wurde. Eine Produktionsfreigabe für dien Prototypen gibt es allerdings nicht. "So etwas wird immer und immer wieder durchgerechnet, doch viel Hoffnung haben wir nicht", sagt ein Markensprecher.Bereits vor drei Jahren hat Mini mit dem Beachcomber die Lust an einem Revival des Moke geweckt. Das Auto sollte aber lediglich das Interieur des damals noch nicht präsentierten Countryman vorweg nehmen. Trotzdem hoffen viele Mini-Fans noch immer auf einen neuen Moke. Und wirklich ausgeschlossen hat das bei der BMW-Tochter noch niemand.

Wie schwer die Wiederbelebung solcher Konzepte ist, zeigt das Beispiel des Smart Crossblade von 2002. Das Radikalcabrio war arg teuer, ohne Dach und Scheiben wenig alltagstauglich und verkaufte sich kaum. Mit diesem Fall begründen viele Hersteller bis heute ihre Skepsis gegenüber dem Buggy. Experten wie Nick Margetts vom Marktforscher Jato Dynamics in Limburg geben den Zweiflern recht - Fahrzeuge wie der Buggy Up oder der Mini Beachcomber würden heute derart aufwendige Umbauten und Konstruktionen erfordern, dass sie bei den erwartbar geringen Stückzahlen nicht mehr zu bezahlen wären.


dpa-Magazin / mag
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