Die richtige Pflege für Leichtmetallfelgen

Der Dreck von Alufelgen muss regelmäßig abgewaschen werden, sonst verschwindet er irgendwann gar nicht mehr. (Foto: Andrea Warnecke/dpa/mag)

Schicke Leichtmetallräder verlieren oft schnell an Glanz. Das ist im Prinzip kein Drama, sagt Thomas Schuster von der Sachverständigenorganisation KÜS.

"Solange die Klarlackschicht oder die Pulverbeschichtung auf den Felgen unbeschädigt ist, können solche unschönen Rückstände leicht mit Wasser und Autoshampoo beseitigt werden." Das klappt aber nur, wenn der Dreck regelmäßig entfernt wird. Pflegemuffel machen sich das Leben unnötig schwer. "Durch die Hitze, die die Bremsen abstrahlen, kann sich vor allem der Bremsstaub in die Oberfläche einbrennen", erklärt Schuster. Durch Waschen allein bekomme man die Räder dann nicht mehr blank, mit etwas Glück hilft aber Felgenreiniger aus dem Autozubehörhandel.Ist ihre Klarlackschicht durchlöchert, muss die Felge zum Fachmann. "Es bringt nichts, solche Macken provisorisch zu reparieren, indem man punktuell etwas Klarlack auftupft. Das hält nicht lange und sieht auch nicht gut aus", sagt Thomas Caasmann von der Gesellschaft für Technische Überwachung. Selbst professionelle Aufbereiter haben allerdings nur begrenzte Möglichkeiten, wenn neben der Versiegelung einer Felge auch das Metall beschädigt ist. "Es muss ganz klar zwischen der optischen Instandsetzung und einer Reparatur unterschieden werden", erläutert Caasmann. Reparaturen seien bei allen Felgen, die im Straßenverkehr genutzt werden, grundsätzlich verboten.

Stabilität in Gefahr

Weder dürften zum Beispiel Risse in Rädern geschweißt werden, noch Beulen durch Hammerschläge oder Erhitzen beseitigt werden. "Denn niemand kann garantieren, dass das Rad danach noch genauso stabil wie vorher ist", so der Experte. Auch beim optischen Aufbereiten ist längst nicht alles erlaubt: Kratzer vom Bordschein dürfen zum Beispiel nur ausgebessert werden, wenn sie weniger als ein Millimeter tief und nicht mehr als 50 Millimeter vom Außenrand der Felge entfernt sind. Wenn der äußere Rand eines Rades verbogen ist, ist die Felge auf jeden Fall hinüber.

Vom Betrieb, der die Aufarbeitung übernehmen soll, lassen sich Autobesitzer am besten im Detail erklären, was genau mit der Felge gemacht wird, rät Schuster. "Seriöse Anbieter nehmen außerdem nicht sofort jeden Auftrag an. Sie wollen vorher einen Blick auf das Rad werfen oder zumindest Fotos davon sehen, die oft schon viel darüber aussagen, ob eine Felge überhaupt zu retten ist."


dpa-Magazin / mag
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