Diese Dinge gehören im Winter ins Auto

Wer Starthilfekabel an Bord hat, kann sich bei Batterieproblemen die Wartezeit auf den Pannendienst ersparen. (Foto: Andrea Warnecke)
 
Mit dem Eiskratzer am besten in eine Richtung und mit mäßigem Druck arbeiten - sonst verschrammt das Glas. (Foto: Kai Remmers)

Damit nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer gut auf den Winter vorbereitet sind, gehören einige Dinge in der kalten Jahreszeit unbedingt in den Wagen. Experten von TÜV Süd, der Deutschen Verkehrswacht und dem Auto- und Reiseclub Deutschland erklären, was an Bord sein sollte.

  • Eiskratzer: Durchblick ist wichtig. Mit einem gutem Eiskratzer bekommt man Scheiben am besten frei. Dabei sollte man tunlichst die Modelle mit Metallteilen vermeiden, raten die Experten. Sie können Glasschäden verursachen. Um Kratzer zu vermeiden, sollten Schnee und Eis nur in eine Richtung geräumt werden. Dann wird Schmutz nicht hin- und hergerieben. Wer sich das Kratzen sparen möchte, sollte die Scheiben mit Thermofolien abdecken.
  • Scheibenenteiser: Mit einem Spritzer Enteisungsmittel wird die Scheibe schneller frei. Dabei sollte man möglichst umweltverträgliche Produkte wählen. Heißes Wasser ist tabu - davon könnten die Scheiben bersten.
  • Scheibenschwamm: Nicht nur von außen droht ein Angriff auf die Transparenz der Scheiben. Sie können auch von innen beschlagen. Dagegen hilft ein Scheibenschwamm oder ein Antibeschlagtuch. Auch die Klimaanlage verbannt feuchte Luft aus dem Innenraum. Werden die Scheiben regelmäßig mit Glasreiniger gesäubert, beschlagen sie nicht so leicht.
  • Gummimatten: Gummimatten verhindern, dass Feuchtigkeit von den Schuhen im Bodenteppich landet. Die Experten empfehlen passgenau auf das Automodell zugeschnittene und rutschsichere Matten, die im Fußraum des Fahrers nicht unters Bremspedal geraten können.
  • Besen und Schaufel: Ein Besen hilft dabei, Schnee lackschonend vom Wagen zu fegen. Besitzer höherer Fahrzeuge brauchen mehr Reichweite und einen Besen mit langem Stiel, um das Autodach zu kehren. Auf dem Dach lassen sollte man die weiße Haube nicht: Wer damit erwischt wird, muss Bußgeld zahlen. Ein Besen mit Teleskopstiel spart Platz im Kofferraum. Für schneereiche Regionen bietet sich zum Freischaufeln ein Klappspaten an - oder ein stabiles Kehrblech.
  • Frostschutzmischung: Streusalzrückstände im Spritzwasser sorgen im Winter besonders auf der Autobahn für trübe Sicht durch die Windschutzscheibe. Damit die Reinigungsflüssigkeit für die Scheibenwaschanlage nicht ausgeht, gehört eine Reserveration in den Kofferraum. Der Frostschutz sollte bis minus 20 Grad reichen.
  • Starthilfe: Wenn die Batterie vor der Kälte kapituliert, kann ein Starthilfekabel Gold wert sein. Es sollte zum Auto passen und laut TÜV Süd mindestens einen Querschnitt von 25 Quadratmillimetern haben. Das rote Kabel wird zuerst an den Pluspol der leeren Batterie angeklemmt, dann mit dem Pluspol der vollen Batterie verbunden. Danach wird das schwarze Kabel am Minuspol der vollen Batterie befestigt und das andere Ende an einem unlackierten Metallteil am Motorblock des Pannenfahrzeugs.
  • Warme Decken: Wer bei Frost eine Autopanne hat, muss sich warm halten, bis Hilfe eintrifft. Für diesen Fall gehören Wolldecken in den Wagen.
  • Schneeketten: Ohne Schneeketten geht in den Bergen häufig nichts voran. Auf einigen Straßen in den Alpen und Mittelgebirgen sind sie sogar vorgeschrieben. Damit sie im Ernstfall sitzen, sollte man die Montage zu Hause üben. Sogenannte Anfahrhilfen gelten nicht als Schneeketten und dürfen nur auf kurzen Strecken benutzt werden.
  • Türschlossenteiser: Frost kann dazu führen, dass die Zentralverriegelung klemmt oder die Batterien des Funkschlüssels schlapp machen. Autofahrer sollten deshalb eine Ersatzbatterie dabeihaben, um nicht plötzlich vor verschlossenen Fahrzeugtüren zu stehen. Wer sich doppelt absichern will, steckt also auch noch eine kleine Sprühdose mit Türschlossenteiser in die Jackentasche - falls das mechanische Schloss ebenfalls klemmt.

dpa-Magazin / mag
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