Offen für alles: So wird die Cabriosaison ein Vergnügen

Durch die Blume: Cabrios verschmutzen im Innenraum schnell – regelmäßige Pflege schützt die Polster. (Foto: Stefan Puchner)

Wenn die Sonne sich öfter blicken lässt, zeigen sich viele Autos oben ohne. So schön das ist, offene Autos sind vielen Gefahren ausgesetzt, die es bei geschlossenen Blechkisten nicht gibt. Darauf sollten Cabriofahrer achten:

 • Risiken beim Abstellen: Ein Cabrio darf auch offen geparkt werden, ohne dass Ärger mit der Versicherung zu befürchten ist. Doch das gilt nur für kurze Zeit und wenn das Diebstahlrisiko gering ist. Also etwa tagsüber an einer belebten Straße. Hasso Suliak vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rät: "Wer mit dem Cabrio unterwegs ist, sollte immer das Verdeck schließen, wenn das Cabrio unbeaufsichtigt abgestellt wird."

 • Sicher versichert: Bei der Versicherung sollte man es laut Suliak nicht bei der Haftpflicht bewenden lassen. "Wir empfehlen den Abschluss einer Teilkaskoversicherung oder einer Vollkaskoversicherung." Die Teilkasko ersetze beispielsweise den Schaden, wenn das Cabrio gestohlen oder angezündet wird. Aber auch Schäden durch Einbruchdiebstahl seien gedeckt, so Suliak.

 • Was fest ist, ist sicher: Versichert ist beim Cabrio nur, was fest darin oder daran verbaut ist. Zudem auch Zubehör, das ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeuges dient. Das mobile Navigationsgerät oder ein Handy werden nicht ersetzt – der Autokindersitz hingegen schon. Was genau bis zu welchem Wert versichert ist, steht im Vertrag. Wird das Dach aufgeschlitzt und etwas gestohlen, handelt es sich um einen Einbruchdiebstahl. Dann zahlen Teilkasko- oder Hausratversicherung. Wird das Dach lediglich aufgeschnitten, greift nur die Vollkasko.

 • Offen für alles, auch Schmutz: Cabrios verschmutzen bei offener Fahrt im Innenraum schnell. Daher sollte man Polster und Leder besonders gut pflegen. "Auch wenn Leder als robust gilt, benötigt es regelmäßig Zuwendung", sagt Markus Herrmann, Präsident vom Bundesverband Fahrzeugaufbereitung. Eine gründliche Reinigung vor und nach der Frischluftsaison hält die Tierhaut geschmeidig. Dafür kann man Seifenlauge und eine Bürste verwenden, darf die Lauge aber nicht einziehen lassen. Eine Lederpflege schützt die Oberfläche.

 • Die Verdeckpflege abdecken: Je nach Typ oder Alter des Fahrzeugs, besteht das Dach aus Vinyl oder Textil. "Vinyldächer sind weniger pflegeintensiv und werden am besten mit einem Kunststoffpflegemittel eingesprüht", sagt Herrmann. Er empfiehlt die Arbeit im Schatten und das Auftragen des Reinigers im gespannten Zustand in kleinen Flächen. Dann bürstet man ihn ab und spült mit viel Wasser.

 • Verspannungen entspannen: Ganz ungefährlich ist die Frischluft im Auto nicht, denn es drohen Verspannungen. Physiotherapeut Reinhold Soyka empfiehlt die Cabriofahrt mit geschlossenen Seitenscheiben und aufgestelltem Windschott. "Cabriofahrer sollten darauf achten, dass sie sich nicht mit verschwitztem Hals dem kühlem Wind aussetzen", sagt er. "Bei Nackenverspannung hilft zuerst Wärme. Eine längere heiße Dusche und danach das Tragen eines Schals lindern oft die Schmerzen."

 • Saison für Saisonkennzeichen: Wer im Herbst und Winter das Cabrio vor Regen, Blättern oder Schnee schützen will, lässt es am besten in der Garage. Zudem lässt sich mit einem Saisonkennzeichen nicht nur das Ab- und Anmelden bei der Zulassungsstelle sparen, sondern auch Kfz-Steuer und Versicherung, denn die berechnen sich nach den Zulassungsmonaten.mag
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