Richtig reagieren: Geisterfahrern auf der Autobahn

Das Schild an der Autobahn soll davon abhalten, zum Falschfahrer zu werden. Bundesweit gibt es jährlich bis zu 80 Unfälle durch Geisterfahrer. (Foto: Tobias Hase)

Rund jeder dritte deutsche Autofahrer ist schon einmal zum Geisterfahrer geworden. Diese Situation ist der Albtraum jedes Autofahrers. Dann bleibt nur wenig Zeit, richtig zu handeln.

"Pro Jahr ereignen sich in Deutschland zwischen 75 und 80 Unfälle durch Geisterfahrer", sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Etwa jeder sechste dieser Unfälle endet tödlich.

Wer eine Meldung über einen Falschfahrer auf seiner Strecke hört, sollte sofort reagieren. "Fahren Sie am besten auf dem äußerst rechten Fahrstreifen", rät Jürgen Berlitz vom ADAC. Wird man selbst zum Geisterfahrer, sollte man die Warnblinkanlage einschalten. "Fahren Sie sofort an den nächstgelegenen Fahrbahnrand, stellen Ihr Fahrzeug dicht neben der Leitplanke ab, steigen Sie vorsichtig aus und stellen Sie sich hinter die Leitplanke." Dann sollte am besten die Polizei gerufen werden.

Geisterfahrern droht ein Bußgeld von mindestens 200 Euro. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Werden andere gefährdet, droht der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate, im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe. mag
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Helmar Lux aus Reinickendorf | 27.02.2016 | 10:23  
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