So beladen Urlauber ihr Auto richtig

So nicht! - Urlauber sollten das Auto auf keinen Fall bis unters Dach mit Gepäck vollstopfen. (Foto: Silvia Marks)

Die Camping-Stühle müssen unbedingt mit - und das Skateboard des Sohnemanns auch. Allerdings sollten es Autofahrer nicht übertreiben, wenn sie den Wagen für den Familienurlaub packen.

Überflüssige Extra-Kilos treiben den Spritverbrauch unnötig in die Höhe. Und wenn das Auto bis unters Dach vollgestopft ist, können ungesicherte Teile der Ladung bei einer Vollbremsung nach vorne fliegen und die Insassen verletzen. Der Auto Club Europa (ACE) und der Automobilclub von Deutschland (AvD) erklären, wie Gepäck im Wagen richtig verstaut wird.Ein Auto darf nur so viel Ladung aufnehmen, wie im Fahrzeugschein vermerkt ist. Je schwerer der Wagen am Ende ist, umso schlechter lässt er sich steuern. Das Gepäck muss unbedingt sicher verstaut werden. Koffer sind meist am schwersten. Sie sollten möglichst tief unten im Kofferraum liegen - am besten ohne Hohlräume direkt an der Rücksitzlehne. Im besten Fall fährt der schwerste Gegenstand direkt über der Hinterachse. Das Gepäck sollte außerdem gleichmäßig auf beide Seiten verteilt sein.

Für Kombi- und Van-Fahrer kommt es darauf an, dass der Wagen nie höher als bis zur Oberkante der Rücksitze beladen wird, wenn kein stabiles Trenngitter im Innenraum montiert ist. Denn bei einer Vollbremsung können Gepäckstücke mit einem Vielfachen ihres Eigengewichts nach vorne schleudern. Aus diesem Grund sollten auch keine kleinen Gegenstände auf der Hutablage einer Limousine liegen.

Egal, wie gepackt wird - Warndreieck und Verbandskasten müssen immer griffbereit sein. Das gilt übrigens auch für das Spielzeug der Kinder, schließlich ziehen sich Urlaubsfahrten gerne mal in die Länge.

Wer Fahrräder in die Ferien mitnimmt, für den hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) spezielle Transporttipps parat. Der klassische Dachträger ist zwar besonders preisgünstig - aber es treten typische Probleme auf: hoher Kraftstoffverbrauch durch mehr Luftwiderstand und deutlich veränderte Fahreigenschaften.

Besser zu beladen ist ein Heckklappenträger, an dem die Bikes ebenso sicher fixiert werden können. Allerdings ist nicht jeder Wagen für diese Träger geeignet. Auch der Kofferraum ist schwerer erreichbar, und die Gefahr eines Lackschadens größer. Alternativ gibt es Träger für die Anhängerkupplung. Die Systeme sind recht teuer, bieten aber Vorteile: Sie lassen sich meist abklappen, der Kofferraum lässt sich bequem öffnen, das Beladen ist besonders leicht.

Ist alles sicher verstaut, muss noch der Reifendruck an das höhere Gewicht des beladenen Fahrzeugs angepasst werden. Ein Aufkleber im Tankdeckel oder der Hinweis in der Betriebsanleitung geben Auskunft über den passenden Wert. Bei voller Beladung und Besetzung wird das Maximum fällig. Außerdem muss der Scheinwerfer nachjustiert werden, falls das Licht durch die Gepäcklast im Fahrzeugheck höher abstrahlt.


dpa-Magazin / mag
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