Sonderausstattung fürs Auto-Abenteuer

Vorsicht, Gefahr: Der Toyota Land Cruiser kann seine Umgebung mit Kameras überwachen und den Fahrer so vor Hindernissen warnen. (Foto: Toyota)

So mancher moderne Geländewagen ist in seinem ganzen Fahrzeugleben nie auf Geröll oder im Schlamm unterwegs. Die meist als SUV vermarkteten Autos sind eher als Lifestyle-Mobile als für den Einsatz im Groben konzipiert und werden oft sogar auch ohne Allradantrieb angeboten.

Wer aber mit seinem Gefährt doch einmal ein paar Abenteuer erleben möchte, kann auf passende Extras setzen. So bringt Land Rover mit dem neuen Range Rover Sport die erste elektronische Wasserstandsmessung ins Auto. Damit man bei Flussdurchfahrten keine nassen Füße bekommt, messe ein Sensor in den Außenspiegeln die Entfernung zur Wasseroberfläche, erläutert Projektleiter Nick Rogers. Bei kritischen Höhen schlägt die Elektronik Alarm, idealerweise bevor der Motor absäuft.Ein weiteres Gelände-Gimmick hat der Mercedes G 6x6 zu bieten: Damit der nur in einer Kleinserie angekündigte Wagen in der Wüste oder im Schnee nicht einsinkt, lässt sich vom Steuer aus der Reifenluftdruck anpassen. Möglichst wenig Luft in den Pneus verspricht etwa auf Sand ein besseres Vorankommen. Nach der Wüstenfahrt sorgt ein Knopfdruck dafür, dass der Sauerstoff wieder in die Reifen schießt. Auch die Kameras und Parksensoren, die sonst beim Rangieren helfen, lassen sich gut fürs Gelände nutzen: Bei Fahrzeugen wie dem Toyota Land Cruiser kann der Fahrer damit zum Beispiel überprüfen, ob das Dickschiff noch zwischen Hindernissen wie zwei Baumstümpfen hindurch passt und Felsen flach genug oder Gräben nicht zu schmal sind.

Um seine echten Augen möglichst gut zu nutzen, braucht es vor allem eines: Licht. Weil selbst helle Xenon-Scheinwerfer im Gelände oft nicht ausreichen, gehören Zusatzscheinwerfer zur beliebten Offroad-Sonderausstattung. Der neue VW Amarok Canyon zum Beispiel hat einen Bügel an der Kabine, auf dem vier starke Strahler montiert sind.

Thomas Schmitt vom Veranstalter der Messe Abenteuer Allrad beobachtet Accessoires wie Zusatzkameras mit einem Schmunzeln. Oft seien solche Extras nur Anbauten "für Feierabend-Abenteurer". Wer es ernst meine, benötige Dünenbleche für Sandfahrten oder Dachzelte für Übernachtungen jenseits der Zivilisation.

Ebenfalls praktisch sind Fahrzeugumbauten mit extremer Bodenfreiheit, mechanischen Sperren für den Allradantrieb und speziellen Untersetzungsgetriebe. Und Schnorchel, die am Fensterrahmen bis auf Dachhöhe führen, machen den Einsatz in tiefen Wasserläufen oft erst möglich. Über sie anstelle des Kühlergrills saugt der Motor seine Luft an. Selbst mobile Toiletten lassen sich nachrüsten.


dpa-Magazin / mag
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.