Sound und manchmal mehr Leistung

Mehr Sound, mehr Optik - vor allem deshalb greifen Tuning-Freunde zu einer neuen Aufpuffanlage. (Foto: Roland Weihrauch)

Tuning beginnt oft ganz hinten: Der aufgepeppte Auspuff ist für viele Freunde der Autoveredlung das erste Mittel der Wahl.

Für ein einfaches Endrohr müssen Käufer nicht mehr als 200 Euro auf den Tisch legen. Doch mehr machen die weit teureren Einzelanfertigungen her. Komplettanlagen aus Titan oder Edelstahl können dagegen mehrere tausend Euro kosten.

"Wer einfach nur auf eine rassige Optik am Heck Wert legt, kommt mit einer Endrohrblende günstig weg", sagt Arnulf Thiemel vom ADAC Technik Zentrum in Landsberg. Solche Blenden sind im Zubehörhandel ab rund 30 Euro zu bekommen. Einen Einfluss auf Sound oder Leistung hat diese Maßnahme aber nicht.

Für etwas mehr Geld gibt es einen Nachrüst-Endschalldämpfer. Der bringt neben der sportlichen Optik noch einen kernigen Sound. Für den legalen Betrieb im Straßenverkehr benötigt man eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder Prüfdokumente, die eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere durch eine Prüforganisation ermöglichen. Laut Thiemel ist mit einem neuen Endschalldämpfer auch eine minimale Leistungssteigerung möglich, die im Fahrbetrieb aber kaum zu merken sein dürfte.

Ein spürbares Leistungsplus bringt ein Nachrüst-Auspuff meist nur dann, wenn die gesamte Anlage gegen ein sportliches Pendant ausgetauscht wird. Denn sorgsam konstruierte Anlagen können laut der Prüforganisation GTÜ den Abgasgegendruck gegen den Auslasstrakt des Motors verringern und so für eine bessere Leistungsausbeute sorgen. Denn auf das Drehmoment und den nutzbaren Drehzahlbereich des Triebwerks hat die Auspuffanlage großen Einfluss.


dpa-Magazin / mag
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