Tablets und Smartphones im Auto

Schon bald soll es das "Audi Smart Display" geben. Im Auto soll es als Fernbedienung für verschiedene Fahrzeugfunktionen dienen. (Foto: Audi)

Smartphone und Tablet-Computer sind immer mit dabei. Auch im Auto, weshalb die Fahrzeugentwickler zunehmend mobile Endgeräte als Kommandozentrale für Komfort- und Infotainment-Funktionen wie Klima, Navigation oder die Musikanlage einbinden.

"Davon profitieren vor allem die Hinterbänkler", sagt Werner Hamberger von Audi. Wobei die oft aus der Oberklasse stammen. Mit der neuen Generation des Mittelklassemodells Passat werde "wieder etwas mehr Technik demokratisiert", verweist VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer unter anderem auf eine neue App, die Passat-Käufer auf ihr Tablet laden können. Über einen WLAN-Hotspot können Mitfahrer damit während der Fahrt surfen oder auch mit dem Infotainment-System kommunizieren. Was auf dem Monitor im Cockpit angezeigt wird, soll sich auf dem Tablet darstellen lassen: etwa die Routenführung des Navigationsgeräts und die berechnete Ankunftszeit. "Wann sind wir endlich da?" - diese Quengelei kann sich manches Kind dann sparen.

Während einige Autobauer bisher nur ihre Bediensysteme für Fremdgeräte geöffnet haben, geht Audi noch einen Schritt weiter - mit einem eigenen Tablet. Mit dem "Audi Smart Display" will das Unternehmen iPad und Co. Konkurrenz machen. Im Auto dient es als Fernbedienung für verschiedene Fahrzeugfunktionen, erläutert Werner Hamberger, der bei Audi Bedienkonzepte entwickelt. "Und wenn man am Ziel ist, nimmt man das Smart Display einfach mit, surft im Straßencafé im Internet, verwaltet damit im Büro Adressen, Termine und Kontakte oder nutzt es zu Hause als Fotoalbum, Mail-Maschine oder Musikbox." Noch ist das Gerät ein Prototyp zu Vorführzwecken. Aber laut Hamberger dauert es nicht mehr lange, bis es im ersten Serienmodell von Audi verfügbar sein wird.

Aus Angst vor Hacker-Angriffen und mit Rücksicht auf die aktuelle Gesetzeslage und liebgewordene Gewohnheiten der Kunden beschränken sich die Autoentwickler bei Serienmodellen auf die Fremdsteuerung von Komfort- oder Infotainment-Funktionen. Dass noch viel mehr möglich ist, wird anhand von Showcars und Studien deutlich - etwa beim Vision Discovery, den Land Rover auf der Motorshow in New York präsentiert hat: Vor komplizierten Offroad-Passagen kann der Fahrer aus diesem Geländewagen aussteigen und das Auto von außen per Tablet fernsteuern - so wie sonst nur James Bond im Kino.


dpa-Magazin / mag
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