Tempo raus: Wie Autofahrer sicher durchs Unwetter kommen

Fuß vom Gas: Starker Regen kann die Sicht stark beeinträchtigen. (Foto: Patrick Pleul)

Auf einen Wetterumschwung sollte man stets gefasst sein und überlegt reagieren. Vor allem, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.

"Ein plötzlicher Starkregen kann in Sekunden zu Aquaplaning führen und das Auto aufschwimmen lassen", warnt der Meteorologe Meeno Schrader vom Wetterdienst WetterWelt. Dann hilft nach Angaben des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) nur noch: Lenkrad gerade, Kupplung raus. Dann fährt das Auto geradeaus.

Wer eine längere Autofahrt plant, sollte sich bereits vorab über die Wetterbedingungen auf der Route informieren. "Im Internet gibt es hierzu verschiedene Dienste, zudem gibt es auch Apps, die automatisch vor regionalen Unwettern warnen», sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE). Meteorologe Meeno Schrader rät von Online-Diensten eher ab und empfiehlt das Radio: "Die Wettervorhersagen der öffentlichen Rundfunksender werden laufend aktualisiert und sind regionalisiert."

Zwar ist nicht jeder Wetterumschwung vorhersehbar, aber es gibt Regionen, in denen plötzlicher Starkregen eher auftreten kann. "Dort, wo die thermischen Gegensätze besonders groß sind, ist die Gefahr am größten, dass es zu einem schnellen Umschlagen kommt", sagt Meteorologe Schrader. Dies treffe oft auf bergige Regionen zu.

Wer mit dem Auto in extremes Wetter mit Starkregen, Sturm oder Nebel gerät, sollte die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse anpassen. Laut Constantin Hack gilt auch: "Bei starkem Wind sollten Brücken und Straßen durch Wälder gemieden werden." Hier können Autofahrer durch Seitenwind und umherfliegende Äste schnell aus der Spur geraten.

Kommt es auf der Autobahn zu einem plötzlichen Wetterumschwung, reduzieren Autofahrer am besten das Tempo. Die Autofahrt komplett stoppen und mit dem Wagen auf dem Standstreifen stehen bleiben, ist nur in Ausnahmen erlaubt. "Die Rechtsprechung spricht von "völlig irregulären Verhältnissen", wozu Extremwetterlagen ebenso zählen wie ein Falschfahrer", sagt Hack.

Legt der Wind extrem zu, sind Autofahrer mit Gepäck auf dem Dach und auch Wohnmobile und Gespanne besonders gefährdet. Bereits ab Windstärke 5 gelte besondere Vorsicht, sagt ACE-Mann Hack. "Bei orkanartigem Sturm sollte man generell nicht mehr mit einem Dachgepäckträger oder Fahrradträger unterwegs sein", empfiehlt Constantin Hack. mag
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