Tipps zu überdachten Stellplätzen

Eine Fertiggarage kann auch als Werkstatt genutzt werden - es gibt sogar Modelle mit Grube. (Foto: Beton Kemmler)

Überdachte Stellplätze für das Auto gibt es in vielen verschiedenen Varianten: Da sind zum Beispiel die Komplettgaragen aus Beton, Stahl, Blech oder Holz, für Pkw wie für Wohnmobile. Und es gibt Hang- oder Duplex-Garagen sowie offene Carports.

Einer der gängigsten und günstigsten Typen ist die Fertiggarage mit einem Stellplatz. Diese werden meist aus Stahl oder Stahlbeton konstruiert. Sie sind günstiger als gemauerte Varianten und bieten auf gleicher Grundfläche wegen der dünneren Wände mehr Nutzfläche. Rund 6000 Euro inklusive Steuern und Montage kostet dieser Garagentyp. Für ein Fundament sollten noch einmal rund 1500 Euro angesetzt werden. Günstiger sind einfache Stahlgaragen - sie kosten ab etwa 2000 Euro.Der Käufer sollte neben einer ausführlichen Beratung vom Fachhändler "vor Vertragsabschluss eine Bauzeichnung und eine detaillierte Angebotskalkulation" verlangen, rät Ludwig Tredup, Geschäftsführer der Hamburger Firma Stahlbox Fertiggaragen. Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, sei abhängig von Größe und Standort der Garage.

Massiv gemauerte Garagen werden oft beim Bau eines Hauses gleich mit errichtet und harmonieren optisch mit dem neuen Heim. Fertiggaragen wirken dagegen schnell wie ein Fremdkörper. "Durch passenden Putz an den Außenwänden können wir das aber ausgleichen", sagt Herbert Fischer, Abteilungsleiter Garagen bei der Tübinger Firma Beton Kemmler.

Praktischer Hobbyraum

Garagen taugen bei genügender Isolierung von Wänden und Tor auch als Hobby- oder Abstellraum und schützen das Auto bei guter Belüftung vor Feuchtigkeit sowie den Raum vor Schimmel und Flechten. Offene Carports dagegen könnten als überdachter Hof oder Spielfläche dienen. Wer beides will, kann auch eine Kombination wählen. Allein Doppelgaragen mit einem durchgängigen Tor und Seitentür kosten jedoch schon ab rund 18 000 Euro. Mit weiterem Zubehör sind schnell 60 000 Euro verplant.

Die beliebtesten Garagentore sind heutzutage Roll- oder sogenannte Sektionaltore, so der TÜV Süd. Sie sind platzsparender als herkömmliche Schwingtore, da sie senkrecht nach oben öffnen. "Voraussetzung für eine Zertifizierung ist bei elektrischen Toren, dass sie einen Lastwechsel erkennen", fügt TÜV-Experte Zacharias Rakatzis hinzu. Das bedeutet: Droht etwa ein Kind sich einzuklemmen, muss die Antriebssteuerung das Tor sofort wieder öffnen.


dpa-Magazin / mag
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