Toyota GT86: Gelungene Rückkehr in die Sportwagen-Szene

Der Toyota GT86 ist ein Fahrer-Auto par excellence, das viel Freude am Fahren vermittelt. (Foto: Toyota/AutoReporter)

Toyota kann nicht nur im Motorsport auf eine überaus erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Auch unter den Serienmodellen konnte bis in die 1990er Jahre ein fahrerisch ambitionierter Kunde immer wieder ein sehr sportiv ausgelegtes Fahrzeug finden. Mit dem GT86 kehren die Japaner nun in das Sportwagen-Segment zurück.

Der 2+2-Sitzer mit Frontmotor und Heckantrieb entstand in Zusammenarbeit mit Subaru und das motorsportliche Know-how der beiden Unternehmen wurde bestens genutzt. Denn der GT86 überzeugt sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke vor allem durch seine Fahrdynamik, das präzise Ansprechen auf Gas- und Lenkbefehle, die direkte Lenkung und ein jederzeit kontrollierbares Fahrverhalten. Vorausgesetzt, man wird nicht zu übermütig und versucht, physikalische Gesetze auszuhebeln.Da man bewusst auf einen Turbo verzichtet hat und sich für den 2,0-Liter-Subaru-Boxermotor als Antriebsquelle entschied, musste dieser modifiziert werden. Schließlich stand ein hoch drehender Saugmotor im Lastenheft, der eine Literleistung von 100 PS realisieren sollte. Die Lösung: Die Integration einer neuen Toyota-Direkteinspritzung D-4S. Diese Kombination aus Direkteinspritzung und Saugrohreinspritzung mit zwei separaten Einspritzdüsen pro Zylinder ermöglicht in allen Drehzahlbereichen ein homogenes Kraftstoff- und Luft-Gemisch und damit viel Leistung, Drehmoment und Spontaneität. Eine Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h und 7,6 Sekunden für den Sprint von null auf 100 Kilometer für einen Sportwagen reißen einen nicht vom Hocker. Allerdings sagt einem das Gefühl etwas ganz anderes, und das ist bei dieser Spezies von Autos überwiegend kaufentscheidend.

Das sportive Design des äußeren Blechkleides findet seine Fortsetzung im Innenraum. Das auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit ist sehr übersichtlich. Die Gestaltung und Anordnung aller Bedienelemente und Anzeigen ist auf Funktionalität getrimmt, und man braucht kein Handbuch, um auf Anhieb klarzukommen. Das dreiteilige Kombi-Instrument wird von dem zentral platzierten Drehzahlmesser dominiert, in dem eine Geschwindigkeitsanzeige sowie eine rote Warnleuchte untergebracht sind, die dem Fahrer bei 7400 Umdrehungen die nahende Drehzahlbegrenzung signalisiert.

Die Sportsitze bieten guten Komfort und mehr als ausreichenden Halt bei Längs- und Querbeschleunigung. Allerdings ist die Sitzposition wegen des tiefsten Hüftpunktes von nur 400 Millimetern so tief, dass man sich erst daran gewöhnen muss. Die Käuferschicht, die sich für den GT86 interessiert, dürfte dies jedoch wenig stören. Ebenso wenig der Basispreis, der bei rund 30 000 Euro liegt. Und dafür erhält man eben nicht nur eine Menge Auto, sondern noch viel mehr Fahrspaß.


AutoReporter / Hans H. Grassmann/ar
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