Viele Gebrauchtwagen sind manipuliert

Ein manipulierter Tacho ist mit bloßem Auge und ohne Fachwissen kaum zu erkennen. (Foto: ADAC/dpa/mag)

Ein manipulierter Autotacho gilt als Sachmangel. Fällt der Betrug im ersten Jahr nach dem Kauf auf, bekommen Verbraucher eventuell den Kaufpreis des Wagens zurück, so der ADAC.

Das gilt aber in der Regel nur, wenn der Wagen vom Händler kommt. Private Autoverkäufer können die Sachmängelhaftung vertraglich ausschließen. Das macht die Rückgabe eines Fahrzeugs mit geändertem Tachostand schwieriger, aber nicht unmöglich. Der Käufer muss dem Verkäufer beweisen können, dass dieser von der Manipulation gewusst hat.Die vom ADAC angenommene Zahl einschlägiger Betrugsfälle ist erschreckend hoch: Der Automobilklub schätzt, dass "der Kilometerstand bei rund 30 Prozent der Gebrauchtwagen, die in Deutschland jährlich den Besitzer wechseln, manipuliert ist". Bei Autos mit digitalem Kilometerzähler ist das dem ADAC zufolge binnen 30 Sekunden möglich. Laien haben kaum eine Chance, Manipulationen zu erkennen. Ein Indiz dafür, dass der Kilometerstand eines Autos stimmt, sei ein lückenlos gepflegtes Serviceheft. Dies könne aber auch gefälscht sein, schränkt der Club ein.


dpa-Magazin / mag
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