Die eigenen vier Wände modernisieren

Eine Modernisierung geht ins Geld. Ein Bausparvertrag kann bei der Finanzierung helfen. (Foto: Markus Scholz)

Eine Immobilie will gepflegt werden. Doch das kostet Geld. Woher sollen die Mittel kommen? Die Antwort ist einfach: Am besten vom Gesparten und zusätzlich von Fördermitteln.

"Geld für eine Modernisierung anzusparen ist sinnvoll", erläutert Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt. Zum Beispiel mit dem sogar in der Werbung der Anbieter als spießig charakterisierten Bausparvertrag. "Beim Bausparen bekommen Sie in der Ansparphase ähnliche Zinssätze wie auf dem Sparkonto. Zusätzlich erhalten Sie in der Darlehensphase über die gesamte Laufzeit die anfangs zugesicherten Zinsen - unabhängig davon, ob Sie das Geld in 6 oder 17 Jahren benötigen."

Wer auf Nummer sicher gehen will und ungern Kredite in Anspruch nimmt, könne die Summe für den Dachbodenausbau oder die Runderneuerung des Badezimmers auch Monat für Monat auf dem Konto ansparen. "Zum einen sind gerade Immobilieneigentümer aber finanziell eingeschränkt, was das Sparen angeht. Denn sie müssen ja jeden Monat schon den Hauskredit abbezahlen", gibt Herbst zu bedenken. Zum anderen rechne sich ein Kredit derzeit sogar: Sind die Guthabenzinsen niedrig, ist auch die Kreditaufnahme günstig.

Mittlerweile nutzen Sparer den Bausparvertrag offenbar sogar häufiger für das Modernisieren als für das Bauen. "Die Bausparkassen zahlen pro Jahr rund 30 Milliarden Euro an Baugeldern aus. Etwa zwei Drittel davon fließen derzeit in die Modernisierung", sagt Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbands privater Bausparkassen in Berlin.

Auf der Suche nach dem besten Angebot werden Sparer zum Beispiel im Internet fündig. Online-Rechner etwa von der Stiftung Warentest oder von FMH weisen ihnen den Weg zu den günstigsten Bausparverträgen, aber auch zu Annuitätendarlehen der Banken. Ein Vergleich rechnet sich schnell. Denn für eine Modernisierung benötigen Besitzer oft viel Geld. Nach Angaben des Verbands privater Bausparkassen kostet eine energetische Grundsanierung zwischen 35 000 und 50 000 Euro.

Geht es um eine energetische Modernisierung, sollten Eigentümer neben Bausparen und Bankkrediten noch weitere Angebote in Betracht ziehen. Die Stiftung Warentest hat die Angebote für Modernisierungskredite im Juni 2012 untersucht. Ihr Fazit: Günstig seien die Konditionen der staatlichen Förderbank KfW im Rahmen des Programms "Energieeffizient sanieren". Sie sind an energetische Modernisierungen gebunden. Gefördert werden einzelne Maßnahmen für bis zu 50 000 Euro mit einem Darlehenszins von 1,0 Prozent.

Förderangebote der KfW unter http://asurl.de/kgr; Bausparrechner der Stiftung Warentest unter http://asurl.de/kgs; FMH-Bausparrechner unter http://asurl.de/kgt.

dpa-Magazin / mag
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