Ein Wohnzimmer mit Wasser

Das "rc40" von Burgbad schlägt den Bogen vom Bad zum Wohnen. (Foto: Burgbad)

Als eine Art Wohnzimmer mit Wasser beschreibt Nicole Roesler das neue Badezimmer. Sie ist die Leiterin Marketing und Produktmanagement bei Kaldewei. Die Nasszelle wandelt sich immer mehr zum Lebensraum.

Entsprechend schön sollte es gestaltet sein, schließlich verbringe jeder Mensch im Schnitt vier Jahre seines Lebens im Bad, sagt Roesler. Sie ist der Ansicht, dass die Badgestaltung in Zukunft so wichtig sein wird, wie sie es bei der Küche längst ist.Matthias Götz vom Hersteller Burgbad schätzt das ähnlich ein. Menschen, die sich eine teure Küche leisten, machten mit der Planung ihres Hauses nicht vor der Badezimmertür Halt. "Das Bad hat als Wohnraum einen hohen Stellenwert", sagte er auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln.

Und das wirkt sich auf die Badmöbel aus: Burgbad zeigt auf der IMM einen Schrank mit Mattlack- und Holzoberflächen, der die Anmutung eines Wohnzimmermöbels hat. Einziger Unterschied: Der Badschrank steht auf einem kleinen Sockel mit Kunststoffprofilleiste, damit er vor Feuchtigkeit am Boden geschützt ist. Für das großzügige Wohnen im durchgeplanten und -gestylten Loft ist ein "Wannenmöbel" gedacht. An einer Seite ist der Waschtisch, an der anderen Seite eine Badewanne mit Sitzbank daneben, die zugleich Stauraum bietet.

Solche extravaganten Stücke dürften sich aber nur wenige leisten können. Doch das müssen sie auch gar nicht unbedingt, meint Paul Flowers, Chefdesigner des Armaturenherstellers Grohe. Er möchte die Menschen mit seinen auf der IMM gezeigten Ideen vielmehr dazu anregen, darüber nachzudenken, wie sie den Raum im Bad nutzen könnten. Sie sollten sich fragen: "Was brauche ich für meine besonderen Bedürfnisse?"

Viele Deutschen geben sich offenbar bislang wenig Mühe mit ihrem Bad. "Die Nasszelle ist noch immer weit verbreitet", beklagt Philippe Grohe vom Armaturenhersteller Axor/Hansgrohe. "Mehr als 80 Prozent der Menschen bekommen heute noch ein Bad von gestern, wenn sie sich ein neues planen lassen."


dpa-Magazin / mag
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