Einen Schlafplatz richtig einrichten

Alles vorbereitet: Gäste sollten idealerweise in einem separaten Raum untergebracht werden. (Foto: Silvia Marks)

Die gute Nachricht ist: Man ist nicht nur deshalb ein schlechter Gastgeber, weil man wenig Platz zur Verfügung hat. Es findet sich immer eine Alternative.

Wer dem Besuch also kein Gästezimmer anbieten kann, darf ihn auch in seiner Haushaltskammer oder im Arbeitszimmer unterbringen - dann ist es allerdings besonders wichtig, dass man für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. "Deshalb sollten die Räume zum Beispiel weitgehend frei von Geräten sein, die blinken und piepen und nachts den Schlaf rauben", sagt Ines Wrusch, Innenarchitektin in Hamburg.

"Schon bei der Einrichtung des Zimmers empfiehlt es sich, an künftige Gäste denken", sagt Wrusch. "Schränke mit Aktenordnern und anderem Büromaterial sollten sich mit Schiebetüren verschließen lassen." Die Einrichtungsexpertin rät, statt einer Couch ein Schlafsofa zu kaufen. "Dem sieht man seine zusätzliche Funktion nicht an, und es lässt sich mit wenigen Handgriffen zu einem vollständigen Bett umrüsten."

Praktisch für die Gäste sind Haken für Garderobe, Bügel sowie ein Platz für den Koffer. "Ein kleines Schränkchen, auf dem das Gepäck etwas erhöht liegt, erleichtert den Gästen die Suche im Koffer", erklärt Wrusch. Dann müsse man nicht extra Platz im Schrank schaffen.

"Das Schlafsofa sollte man vor dem Kauf unbedingt ausprobieren", empfiehlt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Nur wenn es sich unkompliziert ausklappen lässt und bequem ist, wird der Gast seine Freude daran haben. In kleinen Räumen ist ein Sofa die Lösung, das sich seitwärts aufklappen lässt. Für einzelne Übernachtungsgäste bieten sich ausziehbare Sessel an, die sich zu einem Bett umfunktionieren lassen. Matratzen oder Luftbetten auf dem Boden sollte man nur jungen, sportlichen Gästen zumuten.

Auf keinen Fall sollte man seine Gäste auf der Schlafcouch im Wohnzimmer unterbringen. Jedenfalls, wenn sich dort auch der Esstisch befindet, an dem am nächsten Morgen gefrühstückt werden soll. "Wer im Wohnzimmer übernachtet, muss immer als Erster aufstehen und alles zurückbauen, damit wieder die gewohnte Ordnung einzieht", sagt Wrusch. "Das macht keinen Spaß." Die Gäste brauchen einen Raum, in dem sie für sich allein sein können. Steht allerdings ein Essbereich außerhalb des Wohnzimmers zur Verfügung, kann das Wohnzimmer in kleinen Wohnungen durchaus auch als Schlafplatz für Gäste dienen.


dpa-Magazin / mag
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