Eulen, Hirsche und Libelle liegen im Trend

Tiermuster sind nach wie vor präsent auf Dekostoffen und Kissenbezügen. (Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Petra Welzel)

Grau, Schwarz und Weiß sind in diesem Jahr die Trendfarben für Vorhänge und Bezüge. Aber: "Das bedeutet keineswegs, dass nun Tristesse herrscht und Farben keine Rolle mehr spielen", sagt Trendberaterin Gabriela Kaiser aus Landsberg am Lech.

Schwarz und Weiß kommen nicht nur in auffallenden Mustern wie Pepita oder Hahnentritt daher, sondern werden auch mit Pastelltönen oder Metallfarben kombiniert. "Ein graues Sofa, das mit Textilien in einem kräftigen Rosé oder auch in Hauttönen aufgewertet wird, vermittelt eine warme, liebliche Atmosphäre im Raum", erläutert Kaiser.

Es geht aber auch knalliger. Martin Auerbach vom Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie hat neue Schocker-Farben ausgemacht: Pink, Lila, Pop Orange oder Lemon Tonic zieren den Wohnraum. Einen Gegensatz dazu bilden Naturmaterialien und -motive. "Im Frühjahr werden wir Stoffe mit bunten Blumen in leuchtenden Farben und Naturtönen sehen", erläutert Auerbach. Die Trends wurden bei der Fachmesse Heimtextil Anfang des Jahres, präsentiert.

Tiere sind nach wie vor präsent auf Dekostoffen und Kissenbezügen. Eulen und Hirsche machen auch zarteren Wesen wie Schmetterlingen, Marienkäfern oder Libellen Platz. Ganz verschwinden werden die Waldbewohner aber nicht. "Sie sind sehr dekorativ und machen auch in bunten Farben wie Türkis oder Gelb etwas her", sagt Kaiser.

Dieses Mal setzen vor allem computerbasierte Druckverfahren interessante Akzente. Neue Techniken werden ausprobiert. Farben werden nicht einfach nur kombiniert und gedruckt, sondern über die Stoffe gezogen, gezupft, gewickelt, gesprenkelt oder gesprüht. "Der Digitaldruck eröffnet ungeahnte Spielräume", erklärt Kaiser. Während die Hersteller aus Kostengründen auf konventionelle Stoffe meist nicht mehr als vier Farben drucken, sind die Möglichkeiten beim Digitaldruck nahezu unbegrenzt. "Das ist wie ein Befreiungsschlag. Wir bekommen wildere Muster, filigrane Farbverläufe, aquarellartige Farbeffekte." Diese Trends sind kein Dogma. Sie laden ausdrücklich zum Spielen und Kombinieren ein.

Trotz industrieller Massenproduktion werden die Stoffe individueller. Für Auerbach ist das überhaupt die größte Veränderung: "Es ist technisch möglich, die Stoffe in bestimmten Algorithmen so mit computerbasierten Mustern zu bedrucken, dass sie für jeden Kunden anders ausfallen. Sie unterscheiden sich geringfügig in Form oder Farbe, so dass kein Produkt dem anderen genau gleicht."


dpa-Magazin / mag
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