Holzfurnier gekonnt ausbessern

Dünne Furnierschichten auf Möbeln aus Span- oder Tischlerplatten können durch Hitze oder Feuchtigkeit leicht beschädigt werden. Dann löst sich die Schicht ab oder bekommt Ränder.

"Ein Laie wird sich schwertun, den Schaden mit eigenen Mitteln zu reparieren." Schwierig sei, das passende Furnierholz zu finden und dieses einzuarbeiten. "Schnell kann eine unansehnliche Flickstelle daraus werden." Daher rät der Möbelexperte, einen Fachmann zu kontaktieren.

Wer es trotzdem selbst versuchen will, sollte zum Beispiel eine geschlossene Blase, bei der sich das Furnier nur schwach abgehoben hat, mit einem scharfen Cutter schräg zur Maserung aufschneiden. "Die entstandenen Ecken vorsichtig anheben und sparsam mit Expressleim unterspritzen", erklärt Birkholz. "Anschließend mit der Hand fest andrücken, austretenden Leim sofort abwischen, die Stelle mit Papier abdecken und beschweren, bis der Leim getrocknet ist." Ist der Schaden größer oder sogar Furnier abgesplittert, schneidet der Heimwerker am besten ein Ersatzstück zurecht. Entsprechend diesem Stück sollte die beschädigte Stelle ausgeschnitten werden. Wichtig sei auch, dass die Richtung der Maserung übereinstimmt und das Stück schräg zugeschnitten ist.

"Alte Leimreste entfernt man mit einem scharf geschliffenen Stechbeitel, bis ein absolut ebener Untergrund entstanden ist", beschreibt Birkholz die nächsten Schritte. "Anschließend die Stelle säubern, den Holzleim auf den Untergrund und die Unterseite des neuen Furnierstücks gleichmäßig dünn auftragen, andrücken, abdecken und beschweren."

Wird eine Schraubzwinge verwendet, müsse unbedingt ein flaches, ebenes Holzstück auf die Reparaturstelle gelegt werden, damit die Oberfläche später glatt wird und es keine Abdrücke gibt. "Nach dem Trocknen die Reste des Abdeckpapiers vorsichtig mit feinem Schleifpapier entfernen, auch die Übergänge verschleifen und die Oberfläche mit Möbelpolitur beziehungsweise Wachs behandeln."


dpa-Magazin / mag
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