Lichtreflexe und Begrünung: Fassaden gegen Spechte absichern

Da hat wohl jemand keinen Baum gefunden: Ein Buntspecht hackt mit seinem Schnabel ein Loch in die Fassade eines Hauses. (Foto: Soeren Stache)

Wenn es an der Hauswand klopft, versucht manchmal ein Specht, sich dort eine Höhle zu zimmern. Das ist nicht nur für den Specht vertane Liebesmüh.

Für den Hausbesitzer können die Löcher teils schlimme Folgen haben: Denn durch die Lücke im Putz dringt Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Dann kann es Wasserschäden geben, oder Schimmel bildet sich.

Um zu vermeiden, dass der Specht eine Höhle in die Wand bauen möchte, können Hausbesitzer bewegliche Lichtreflexe nutzen, etwa durch aufgehängte CDs, Flatterbänder, Spiegelstücke oder Wimpelleinen. Wer einen Vogel an der Fassade sieht, sollte ihn durch lautes Klatschen, Trommeln, Pfeifen oder Wedeln mit Tüchern vertreiben.

Vogelscheuchen haben nur direkt an der Stelle eine abschreckende Wirkung, nicht aber entlang der ganzen Hausfassade. Auch die oft verwendeten Vogel-Attrappen – meist Uhu, Sperber und Habicht als natürliche Feindbilder – sind nur bedingt eine Lösung: Sitzt der Plastikvogel tagelang am selben Fleck, merkt der Specht das und erkennt ihn nicht mehr als Gefahr an. Und irgendwann gewöhnen sich Spechte auch an alle Abwehrmaßnahmen.

Eine gute Wirkung haben dünne Metallbleche an den Hausecken und eine begrünte Fassade. Auch straff gespannte Drahtnetze mit feinen Maschen an den Fassaden sind laut LBV eine Möglichkeit. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät davon aber auch ab, denn hängen Netze schlaff durch, können sie zur Todesfalle für die Vögel werden. mag
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