Mineralwolle bleibt Dämmstofffavorit

Die Wärmedämmung eines Hauses lässt sich aus Recyclingprodukten gewinnen. Dämmstoffe aus Mineralwolle haben dabei den größten Marktanteil. Sie können aus Glaswolle bestehen, die zu 80 Prozent aus Altglas hergestellt wird, erläutert der Bauherren-Schutzbund (BSB) in Berlin.

Statt Glaswolle können sie auch Steinwolle enthalten, die ebenfalls aus Recyclingmaterial sowie aus Gestein wie Dolomit und Kalkstein besteht. Eine Alternative ist die Dämmung aus Altpapier. Es wird mit Mineralsalzen versetzt. Den daraus entstehenden Rohstoff Zellulose gebe es als Platte sowie als Einblas- oder Schüttdämmstoff für Zwischenräume, heißt es im neuen BSB-Ratgeber "Dämmstoff ABC".Auch natürliche Materialien eignen sich als warme Hülle für das Haus. Holzfasern nehmen Feuchtigkeit gut auf und geben sie wieder ab. Solche Dämmungen bestehen aus Weichholzfasern von Fichten oder Tannen sowie Zusatzstoffen. Kalziumsilikat werde aus Kalk, Sand und Zusatzstoffen gemacht. Man verbaue es besonders gerne als Dämmung für die Innenwände. Die Platten eignen sich daher für die Sanierung denkmalgeschützter Fassaden, die außen nicht verdeckt werden dürfen.

Künstliche Alternativen auf dem Markt sind Schaumkunststoffe. Sie werden insbesondere zur Dämmung im Keller und Dachboden verwendet sowie von Leitungen und Rohren der Heizung. Vakuumisolationspaneele (VIP) bezeichnet der Bund als Innovation. Sie bestehen aus porösem Kernmaterial und einer hochdichten Hülle. Es sei das derzeit am besten dämmende Material, heißt es in dem Ratgeber. Das Material sei platzsparend, aber noch teuer. Es werde etwa zur nachträglichen Dämmung von Kellerdecken genutzt.


dpa-Magazin / mag
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