Mit der Stahlkugel aufs Parkett: So testen Prüfer den Boden

Heimwerker sollten sich für oft benutzte Räumlichkeiten Parkettbodenmaterialen aussuchen, die besonders widerstandsfähig sind. (Foto: Markus Scholz)

Parkettböden haben eine unterschiedliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck und Schlageinwirkung. Die Einheit Brinell gibt diese an. Benannt ist sie nach ihrem Erfinder, Johan August Brinell (1849-1925).

Ein hoher Brinell-Wert ist ein Indikator für hartes und damit besonders widerstandsfähiges Holz, erklärt der Verband der Deutschen Parkettindustrie in Bad Honnef bei Bonn. Laubhölzer sind in der Regel härter als Nadelhölzer. So kann Eiche zum Beispiel beim Härtetest einen Brinellwert in Faserrichtung von 66 erreichen und quer zur Faser von 34, Kiefer schafft zur Richtung eine 40 und quer zur Faserrichtung eine 19.

Um den Brinellwert zu messen, lassen die Prüfer eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von zehn Millimetern mehrfach durch ein 1,50 Meter langes Rohr auf den Fußboden fallen. Der Abdruck wird gemessen und nach der Brinellformel berechnet. Ein Durchschnittswert aus mehreren Messungen dieser Macke ist das Maß für die Holzhärte. Lustige Info am Rande: Der Durchschnittswert mehrerer Dellen im Holz ist auch als RMG bekannt: Relative Macken-Größe.

Besonders hartes Holz wie Eiche oder Buche eignet sich gut für oft genutzte Räume. Es soll dem Verband zufolge auch mit häufigem Möbelrücken, Kindern und Partygästen auf Stöckelschuhen klarkommen. Kirschbaum, Fichten und Kiefer wird in weniger frequentierten Zimmern wie dem Schlafzimmer verlegt. mag
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