Mit Köpfchen zur Muskelhypothek

Mit einem Aufwand von insgesamt 850 Stunden veranschlagt eine Studie des Verbands Privater Bauherren alle denkbaren Eigenleistungen für einen Neubau von circa 140 Quadratmetern. Geschickte Heimwerker können so bis zu 27 000 Euro einsparen.

Die Einsparmöglichkeiten sind verlockend. Um preiswert zu bauen, wollen immer mehr Bauherren tatkräftig am Bau mitwirken. "Schon Maler- und Tapezierarbeiten können mit einer Ersparnis von bis zu 8700 Euro zu Buche schlagen, das Verlegen von Fliesen immerhin mit bis zu 4600 Euro", erläutert Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse das Sparpotenzial am Beispiel eines circa 140 Quadratmeter großen Hauses. Um den gewünschten Spareffekt auch tatsächlich zu erzielen, sollten Heimwerker ihre Leistungen detailliert planen und mit den Bau-Handwerkern vorab genau abstimmen. So vermeiden sie, dass aus der gewünschten Sparleistung am Ende ein böser Kostentreiber wird. Hier gilt: Eigenleistungen sind nur dann wertvoller Kapitalersatz, wenn sie professionell ausgeführt werden. Das Risiko, als Laie teure Baumängel zu produzieren oder den Zeitplan zu gefährden, sollte ausgeschlossen werden."Selbermacher brauchen für Arbeiten am Bau etwa ein Drittel länger als ausgebildete Handwerker", gibt Neuborn zu bedenken. Grundsätzlich sollte sich daher jeder Bauherr frühzeitig überlegen, wie groß sein Anteil an der Bauleistung sein kann. "Wir empfehlen, nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtkosten als Eigenleistung einzuplanen", rät der Experte. Laut einer Umfrage des Bauherren-Schutzbundes sparen zupackende Heimwerker beachtliche Summen. Demnach bleiben 36 Prozent der Hausbauer mit ihren Eigenleistungen unter 5000 Euro, 19 Prozent erwirtschaften bis zu 15 000 Euro und elf Prozent der Bauherren erreichen sogar eine Ersparnis von über 20 000 Euro.


BHW
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