Neue Haushaltsgeräte denken mit

Grundigs Waschvollautomat dosiert automatisch die Menge des Waschmittels - abhängig davon, wie stark die Wäsche verschmutzt ist. (Foto: Grundig Intermedia GmbH)

Wenn eine Waschmaschine selbst das Waschmittel dosiert, oder der Kühlschrank sich merkt, wann sein Besitzer gerne isst, spricht die Branche von "smarten" Hausgeräten. Das ist schon seit einiger Zeit das Schlagwort - und auf der diesjährigen Ifa in Berlin im September wurde es noch mal arg strapaziert.

Geräte mit dem Prädikat "smart" können miteinander und im Internet kommunizieren, sowie ihren eigenen Bedienungszustand beobachten. Samsung stellte eine Waschmaschine mit WLAN-Zugang vor. Der Benutzer startet und lenkt sie per App auf dem Smartphone. Selbst technische Probleme lassen sich per Smartphone regeln: Die "Smart Check-App" sorgt für Erste Hilfe.Viele Hersteller von Waschmaschinen setzen in diesem Jahr vor allem auf benutzerfreundliche Bedienung. Grundig stellt ein Gerät vor, das automatisch die Menge des Waschmittels dosiert. "Das spart bis zu 40 Prozent Energie", erklärt Nina Sender, Teamleiterin für Haushaltsgroßgeräte. Siemens hat eine Waschmaschine am Start, die besonders schnell waschen kann. Damit lasse sich bis zu 65 Prozent der Zeit sparen. Passend dazu hat das Unternehmen einen schnellen Wäschetrockner im Programm, der 17 Minuten pro Kilogramm Wäsche benötige.

Kühlschränke und Gefrierkombinationen sind vielseitiger geworden. Grundig hat ein Gerät entwickelt, bei dem der Nutzer zwei Kühlkreisläufe individuell einstellen kann. Auch beim "French Door" von Samsung sind verschiedene Segmente wählbar. Darunter gibt es einen Bereich, dessen Temperatur flexibel zwischen zwei Grad und minus 23 Grad eingestellt werden kann.

Die Sensoren in Gorenjes Kombigerät speichern die Gewohnheiten der Bewohner und verteilen die Temperatur daraufhin angepasst. Wird die Kühlschranktür zum Beispiel zwischen 17 und 19 Uhr häufig geöffnet und geschlossen, reguliert sich die Temperatur vor diesem Zeitraum entsprechend herunter. "So erwärmt sich das Kühlgut nicht und die Lebensmittel bleiben bis zu 20 Prozent länger frisch", erklärt Marketing-Managerin Elisabeth Wieser.

Die neuen Backöfen für den privaten Haushalt haben Funktionen aus der Profiküche. Bei Bekos sorgt zum Beispiel ein Dampfeinsatz dafür, dass die Brötchen frisch wie vom Bäcker auf den Tisch kommen. AEG nutzt die Methode des vakuumierten Dampfgarens. Dabei werden die Lebensmittel in Plastikbeutel eingeschweißt und bei niedrigen Temperaturen schonend gegart. In einem neuen Backofen von Grundig verteilt sich die Hitze so, dass bis zu drei verschiedene Gerichte gleichzeitig zubereitet werden können.


dpa-Magazin / mag
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