Öfen mit Blick ins Feuer sind gefragt

Am beliebtesten sind bei den Verbrauchern Geräte in dunklen Farben wie Schwarz oder Anthrazit. (Foto: Hase/dpa/mag)

Gemütlich wird es für Ofenbesitzer im Winter erst, wenn die Flammen schön flackern und knattern.

Der Schein des Feuers taucht das Wohnzimmer in ein warmes Licht, die Wärme tut ihr übriges. Kachel- und Kaminöfen haben nichts an ihrer Beliebtheit verloren - doch optisch haben sie sich in den vergangenen Jahren modernen Einrichtungen angepasst.Bei den Kachelöfen geht der Trend zur Sachlichkeit. "Neben den klassischen Kachelöfen steigt die Nachfrage nach Kacheln in Großformaten im modernen Stil weiter an", sagt Tim Froitzheim vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (SHK) in Sankt Augustin bei Bonn. "Es werden Großformate angeboten, die Maße von 40 bis über 90 Zentimeter erreichen." Damit lassen sich puristisch wirkende Öfen bauen, die gut in ein modernes Ambiente passen. Der Blick in die Herstellerkataloge wie von Gutbrod Keramik und Sommerhuber zeigt einen Trend zu Braun- und Beigetönen.

Kachelöfen werden oft verputzt. "Auch wenn wir gerade wieder etwas mehr Modelle mit Kacheln sehen, die verputzten Kachelöfen sind in den vergangenen 10 bis 20 Jahren langsam in Mode gekommen und geblieben", erläutert Froitzheim weiter. "Der Vorteil ist, dass man den Ofen immer wieder farblich neu gestalten kann", sagt Frank Kienle vom Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt.

Vornehmlich skulpturale Formen haben die Kaminöfen. "Kaminöfen werden als Dekoration im Raum ausgesucht", berichtet Experte Kienle. Derzeit seien mehrheitlich kreisrunde Geräte im Angebot. "Sie sind relativ hoch gebaut - etwa 1,50 Meter." Am beliebtesten sind Geräte in dunklen Farben. Aber in den Kollektionen gibt es zudem viele Modelle in helleren Braun-, Beige-, und Grautönen. Haas + Sohn etwa bietet Verblendungen aus Speck- oder Sandstein an.

Pelletöfen, die als Kaminersatz im Wohnraum stehen, sind eher puristisch designt. "Pelletöfen sind weniger verspielt. Wir erkennen eine klare Linienführung", berichtet Martin Bentele vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) in Berlin. Die Trends dieser Branche bestimmten vor allem Firmen aus Italien. "Dort sitzen viele Hersteller und dort ist die Ofenform auch verbreiteter als hier. Der Pelletofen ist ein wichtiger dekorativer Gegenstand im Zentrum der Wohnung - das wird er hier auch immer mehr." Er stehe nicht mehr unbedingt in der Raumecke.


dpa-Magazin / mag
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