Schritt für Schritt durch den Stromausfall

Und dann war es plötzlich dunkel - für einen Stromausfall sollten immer Kerzen parat liegen. (Foto: Franziska Koark/dpa/mag)

Plötzlich geht der Fernseher aus, das Licht funktioniert nicht mehr, und manche Heizung versagt ihren Dienst: Ein Stromausfall ist wie ein Sprung in eine frühere Zeit. Wichtig ist dann, Informationen zu bekommen. Ist die ganze Stadt betroffen? Wie lange hält der Stromausfall vermutlich an?

Daher sollte immer ein Handy aufgeladen und die Nummer des Stromversorgers darin gespeichert sein, erläutert Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion "Das sichere Haus" (DSH) in Hamburg. Denn Telefone funktionieren heute meist nicht ohne Strom: Sie sind an einen Router angeschlossen, oder die Basisstation hängt am Netz. Bitte nicht die 110 oder 112 wählen, warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Denn ein Stromausfall sei kein Notfall. Viele Anrufe überlasten dort die Leitungen, echte Notfälle kommen dann nicht mehr durch.Der nächste Schritt ist, für Licht zu sorgen. Kerzen, Halter und Streichhölzer sollten an einem bestimmten Ort liegen, etwa in der Küchenschublade, empfiehlt die DSH. Für Taschenlampen sollten genug Batterien im Haus sein. Mit Hilfe eines batteriebetriebenen Radios sollten die Nachrichten verfolgt werden, rät das BBK. So bleiben die Betroffenen auf dem Laufenden über Ankündigungen der Behörden.

Fällt die strombetriebene Heizung wie Modelle mit Öl- oder Pelletbrenner aus, halten Decken oder Winterkleidung warm. Das reiche in unseren Breiten in der Regel für einen gewissen Zeitraum, beruhigt die DSH. Wer eine Ölheizung hat, die mit Kohle oder Briketts befeuert werden kann, sollte für den Notfall die Brennstoffe auf Lager haben.

Um Kühlschrank und die Gefriertruhe müssen sich Betroffene erstmal keine Sorgen machen. Denn die Kühlgeräte halten sich einige Stunden kalt. Am besten ist daher: "Die Tür zulassen, damit die Restkälte nicht entweichen kann", rät Woelk.

Grundsätzlich sollten alle Geräte, die zum Zeitpunkt des Stromausfalls liefen, ausgeschaltet werden. "Fließt der Strom wieder, kommt es sonst zu einem sogenannten Einschalt-Rush", warnt Glaunsinger. Gehen viele Geräte auf einmal an, wird dem Netz in kurzer Zeit viel Strom entzogen, und die Sicherung fliegt raus. Eine Lampe könne aber anbleiben, um anzuzeigen, wenn der Strom wieder fließt.

Die Notfallbroschüre des BBK ist unter http://asurl.de/z7 als PDF abrufbar.

dpa-Magazin / mag
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