Spritzschutz für die Dusche

Einfach losbrausen geht nicht. Denn wer die Dusche anmacht, ohne einen Spritzschutz zu haben, sorgt für einen nassen Boden.

Besser ist daher, die Dusche vom Raum abzutrennen. Aber wie? Bietet sich dafür eher ein Spritzschutz aus Glas oder Kunststoff an - oder hat ein Vorhang mehr Vorteile? Leicht zu montieren und günstig ist der Vorhang. Aber selbst zurückgeschoben bleibt er sichtbar. Und er ist oft im Weg, wenn er eine Wanne begrenzt, in der gebadet wird, nennt Michael Pommer, Trainer bei der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln, die Nachteile. Das Problem hat man bei einem Duschrollo nicht - es wird an der Decke befestigt und über eine Rolle mit Federtrieb nach unten gezogen. Ein versteifter unterer Rand sorgt für Stabilität.Feste Duschtüren aus Kunststoff oder Glas sind langlebig. Doch sie sind teurer. Die Türen gibt es zum Klappen, Schieben oder Falten. "Wenn die Dusche groß genug ist, sollte die Tür möglichst mit Hilfe eines Pendelbeschlags nach innen und außen zu öffnen sein", rät Birgit Hansen, Innenarchitektin aus Köln. Normalerweise werde sie nach dem Duschen nach innen geklappt, so dass das Wasser nicht auf den Boden tropft. Bei einem Unfall könne diese aber auch nach außen geöffnet werden.

Schiebe- und Falttüren sind platzsparend. Wie der Hersteller Cesana beispielsweise zeigt, kann eine Falttür auf einem Sockel hinter dem Fußende der Badewanne Platz finden, wenn gebadet wird. Aber diese Varianten haben einen Nachteil: "Schiebe- und Falttüren haben mehrere Schienen und Profile sowie viele Ecken und Kanten. Dort setzt sich leicht Schmutz fest, Kalkränder bilden sich", sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft in Bonn. Um eine Wanne abzutrennen, die nur von zwei Wänden begrenzt ist, sind aufwendigere Konstruktionen nötig. Hier braucht man eine fest stehende Wand und ein Türsystem. Alternativ können zwei Rollos überlappend montiert werden. "Für Duschvorhänge gibt es zusammensetzbare Aufhängungen, die in der Rundung zusätzlich an der Decke befestigt werden", erläutert Pommer.

Eine Herausforderung ist eine Dusche unter einer Dachschräge. "In der Regel ist da individuelle Maßarbeit gefragt", sagt Wischmann. So lässt sich beispielsweise eine Kabine konstruieren mit einer stabilen, an der oberen Kante abgeschrägten Seitenwand und einer Tür, die sich in den Raum hinein und damit weg von der Schräge öffnet.


dpa-Magazin / mag
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