Tipps für den Winter

Heizkosten kann man mit einfachen Tricks sparen - etwa die Temperatur nachts senken. (Foto: Andrea Warnecke)

Der Winter ist teuer. Denn rund 70 Prozent der im Haushalt verbrauchten Energie gehen laut dem Eigentümerverband Haus & Grund Hessen für das Heizen drauf. Wer sparen will, muss nicht gleich auf eine neue Heizung umsteigen.

Oft haben schon kleine Veränderungen eine große Wirkung. Hier einige Tipps:

  • Einstellen: Die richtige Raumtemperatur gibt es nicht - sie ist etwas ganz Individuelles. Grundsätzlich reichen aber 20 Grad, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. In Küche und im Schlafzimmer genügen 18 Grad. Rund sechs Prozent seiner Heizkosten kann ein Haushalt einsparen, wenn die Raumtemperatur um ein Grad gesenkt wird. Allerdings sollte es nicht dauerhaft kälter als 15 Grad sein, rät der Verband. Sonst kühlen die Wände aus, und das kostet wieder mehr Heizenergie zum Aufwärmen.
  • Lüften: Statt die Fenster in Kippstellung zu halten, sollten Bewohner drei- bis viermal am Tag stoßlüften. Gegenüberliegende Fenster werden für circa zehn Minuten ganz aufgerissen - so entsteht ein Sog, der schnell die verbrauchte Luft austauscht. Dabei wird natürlich die Heizung gedrosselt, erläutert Haus & Grund Hessen.
  • Herunterdrehen: Nachts oder wenn man länger aus dem Haus geht, kann die Heizung heruntergestellt werden. Allerdings sollte man auch dabei darauf achten, dass die Raumtemperatur nicht zu stark sinkt. Sonst hat das Sparen böse Folgen: Kondenswasser setzt sich an den Wänden ab, und Schimmel bildet sich, warnt Haus & Grund Hessen.
  • Möbel rücken: Die Heizkörper dürfen nicht zugestellt sein. Möbel, aber auch Vorhänge sollten auf Abstand gehalten werden, erläutert der Bauherren-Schutzbund.
  • Günstigen Versorger suchen: Wer mit Gas oder Öl heizt, sollte sich regelmäßig über die aktuellen Preisentwicklungen informieren - und gegebenenfalls den Anbieter wechseln, rät der Verband Privater Bauherren. Dabei helfen etwa Vergleichsportale im Internet.
  • Entlüften: Die Heizung sollte zum Beginn der Heizperiode entlüftet werden. Denn ist Luft im Heizkörper, wird das Wasser nicht richtig durchgepumpt und die Radiatoren werden nicht so warm, wie erwartet. Das erläutert Andreas Bäcker von der Innung Sanitär Heizung Klima in Köln. Zum Entlüften wird einfach das Ventil an dem noch ausgeschalteten Heizkörper aufgedreht.

dpa-Magazin / mag
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