Wildobst im Garten

Schlehen (Prunus spinosa) sollten frühestens nach dem ersten Frost gepflückt und gegessen werden. (Foto: Marion Nickig/dpa/mag)

Es muss nicht der Apfel, die Birne oder die Zwetschge sein.

Immer mehr Gärtner entdecken für sich Wildobst wie Kornelkirschen (Cornus mas), Berberitzen (Berberis vulgaris) und Holunderbeeren (Sambucus niger) und pflanzen die Gehölze in die Gärten. Ihre Früchte wurden früher schon gerne genascht. Und sie haben einen großen Vorteil: Sie sind besonders robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen."Viele Wildobstarten sind in drei Jahreszeiten ästhetisch reizvoll", erläutert Burkhard Kayser, Wildwuchsberater aus Minden (Nordrhein-Westfalen). Im Frühling schmücken sie sich mit Blüten, im Sommer tragen sie Beeren. Im Herbst fallen Arten wie die Felsenbirne (Amelanchier ovalis) durch ihre leuchtenden Blätter auf. Ursprünglich wuchsen die Pflanzen am Wald- und Feldrand. Wer sie im Garten pflanzen will, sollte berücksichtigen, dass manche Art stark in die Breite wächst, sagt Kayser. Die Schlehe (Prunus spinosa) bilde im Lauf der Jahre ein breites Dickicht.

"Auch der Sanddorn (Hippophaë rhamnoides) treibt Ausläufer", ergänzt Hans-Joachim Albrecht von der Gesellschaft zur Förderung von Wildobst und Sanddorn in Altlandsberg (Brandenburg). Er rät, die Sträucher als Hecke in einem größeren Garten zu pflanzen. Ideal für den kleinen Hausgarten ist beispielsweise die Felsenbirne. Die heimischen Art Amelanchier ovalis wird nur zwei Meter hoch.

Weitere Informationen zu Wildobst im Internet unter http://asurl.de/wv.

dpa-Magazin / mag
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